Donnerstag, 22. Juli 2021

Engagement - wissend Applaus zu bekommen

Was passierte mit den Jahren? 
Wohin sind deine Ideale und Werte verschwunden? 
Ein Konstantin Wecker aus den 70ern zeigt dich 1984
So satt geworden
Den Kampf gegen Willkür und Herrschaft aufgegeben 
Stromlinienförmig, diplomatisch offene Türen einrennen
Das kann jeder
Wissend Applaus zu bekommen
Sich für Psychiatrieerfahrene einsetzen, die bei Zoom-Konferenzen konsumieren
Gute Ausbildungen hinter sich, gebildet, eloquent
Wo sind die geblieben, die gestern noch im Fixierbett lagen?
Wo sind die geblieben, die sich gegen 6 Pfleger gegen die Zwangsspritze wehren?
Wo sind die geblieben, auf die nach der Entlassung kein geordnetes Zuhause wartet?
Die im Chaos leben. Immer am Rande des Untergangs.
Schon zu lange bist du satt geworden
Deine Höllen hinter dir gelassen
Es ist schwer für die Verlassenen zu kämpfen, wenn du in einer anderen Welt lebst
Dir nur noch die Elite der Psychiatrieerfahrenen begegnet.
Ein Zurück gibt es nicht
Aber vielleicht ein anderes Morgen...



Manchmal weine ich sehr....

https://youtu.be/UU7MR4tRqxA

Konstantin Wecker - mein Lebensbegleiter seit 1984
Manchmal mehr
Manchmal weniger
Aber immer in meinem Herzen 

Schon wieder Jammerlyrik von Rainer?

Nun möchte ich versuchen meine Sprachlosigkeit zu überwinden
Aber was schreiben ohne wieder zu klagen? 
Über meine Zerrissenheit, meine Ängste, meine Zweifel 
Das Leben ist so schwer geworden
Die Arbeit oft zur Last
Erschöpfung und Lustlosigkeit behindern mich immer häufiger
Hat mich Corona besiegt? 

Meine einzige Hoffnung ist, dass mich das alles mehr zu Gott führt
Dass mein Glaube an ihn mir wieder Ruhe und Stärke gibt 
Dass ich aufhöre, nur um mich zu kreisen
Dass ich mich ENDLICH annehmen kann, wie ich bin
Den Blick weg von dem was Schlimmes sein könnte
Den Blick weg von dem was nicht ist
Da ist immer etwas, was erfreuen kann
Das Leben selbst ist ein unbezahlbares Geschenk, das Freude verdient 
Jedes Klagen ein Zugeständnis an Undankbarkeit
Den Blick hin zu dem was Gut tut und ist

Vor 2 Tagen in die 60er gekommen
Zeit für Neues? 
Ein Wandel noch möglich?
Alles in mir sehnt sich danach Selbstsicherheit und Freude zurückzugewinnen
Aber ein Zurück gibt es nicht
Nur neue Wege versprechen noch Lösungen
Aber dafür braucht es Mut, Kraft und Selbstdisziplin 
Und einen Plan 

Gottes Gegenwart gewiss sein
Seine Liebe in mir wirken lassen
Egozentrik überwinden
Von der Depression, über den Glauben, zum Tun kommen 
Worte allein genügen nicht
Wenn Gott mich und meinen Alltag wirklich erfüllt, ist alles gewonnen 
Wenn ich so weiter mache wie bisher, ist alles verloren
Nur beim Dasein für das Du wartet die Erlösung 
Bei Gott und auch bei dir - lieber Leser

Dienstag, 13. Juli 2021

60 - was nun?

Noch eine Woche und er wurde 60. Was besonderes? Manche würden sagen: "Na und? Noch jung! Die heutigen 60er sind die 50er von früher." Aber ihn macht diese Dekade schon nachdenklich. Nachdenklicher, als bei allen Dekaden zuvor. Vielleich steckt er sowieso in einer Wandlungsphase und es hat gar nichts mit dem Alter zu tun? Da ist er allerdings anderer Meinung. 60 ist ein besonderes Alter. Für ihn ist es der Beginn der Notwendigkeit sich neu zu orientieren. Der Körper zeigt nun deutlich, dass es einfach nicht mehr so geht wie früher. Ebenso lassen bei ihm Motivation und Begeisterungsfähigkeit nach. Doch vor allem stellt sich die Frage: "Was geht noch? Welche Ziele sind dem Alter noch angemessen? Welche neuen Projekte können noch angegangen werden, die er auch noch beenden will?" Es ist endgültig an der Zeit die eigenen Werte zu überdenken. Leistung und Erfolg sollten nicht mehr im Mittelpunkt stehen. Die Tür öffnet sich einer Zeit, wo die Sicht auf die Welt eine gelassene wird. Wo es Zeit wird, das Hamsterrad zu verlassen. Die Erfahrung von 60 Jahren für sich nutzen und Hektik und Streben zu einer gewissen Lebensweisheit der Ruhe und der Besonnenheit zu transformieren. Sicher noch keine Altersweisheit, aber schon ein Wissen, dass das Leben nun in einem anderen Licht erscheinen lässt. Zeit für einen Rückblick. Was ist mir gelungen in meinem Leben, was eher nicht? Gibt es irgendetwas zu bereuen oder würde ich alles nochmal so machen? Für diese Gedanken ist es vielleicht noch etwas früh, aber 60 ist die Eingangstür für diese Form der rückwärtsgewandten Denkweise.

Also, was nun? 

Samstag, 3. Juli 2021

Alles weiter wie bisher?

Aufgrund Corona traf mich der Verlust des Selbstvertrauens. Ich vermisse die positive Verstärkung durch ein erlebnisreiches Leben. Sowieso zum häuslichen Rückzug neigend, verlies mich Energie und Motivation. Aber schon seit langem reift der Entschluss in mir, mein Leben grundlegend zu ändern. Nun habe ich zwei Erfolgserlebnisse bei der Regiotagung erfahren dürfen: die Leitung der Mitgliederversammlung und mein der mit Lob aufgenommene Vortrag einen Tag später. Die Reise nach Stuttgart brachte Schwung in mein Leben und der Aufenthalt in einer größeren Menschversammlung wirkte sich belebend auf mich aus, auch wenn ich dabei durchaus auch Tiefs der Unkonzentriertheit, Müdigkeit und Kommunikationshemmungen spürte.

Und nun? Alles so weiter wie bisher? Die Verlockung ist groß. Keinen Druck mehr nach Lösungen zu suchen, wie ich Psychiatriearbeit reduzieren könnte, wie ich neue Wege des Interesses und der Beschäftigung finden könnte. Keine Notwendigkeit mehr einen altersgerechten Wertewechsel anzustreben. Eine für mich fast nicht zu meisternde Aufgabe. Zu sehr bin ich verstrickt in meiner Abhängigkeit zu meinen täglichen Tätigkeiten. Keinen Antrieb mich auf die Suche nach Alternativen zu machen. 

Soll ich die Freudlosigkeit einfach weiter ertragen, bis Corona wieder ein abwechslungsreiches Leben zulässt? Mich abfinden mit dieser reduzierten Stimmung? Einfach weiter machen mit meiner Arbeit wie bisher, weil das genau das Leben ist, das mir entspricht? Kann ich hier eine Entscheidung treffen oder wird mich dieses Dilemma dauerhaft begleiten?

Ich bin ratlos! 

Mittwoch, 30. Juni 2021

MV und Regio 2021 in Stuttgart

Mitgliederversammlung, Regio 2021 in Stuttgart
Bisher Angst vor meinen Auftritten dort 
Vor 3 Tagen schreckliche hysterischer Unruhezustand mit nahezu Kontrollverlust
Moderation MV
Geschäftsbericht
Wahlen
Begrüßung 
Vortrag "Meine Krisenerfahrungen und was daraus folgt"
Heute Morgen Ruhe in der Brust
Freude auf Zugfahrt mit Steffi
Was kommt, das kommt
Mich einbringen
Authentisch bleiben 
Was habe ich zu verlieren
Meine Existenz ist unabhängig von allem dem
Lass die Leute reden
Sorge für dich
Sorge für Karin und dich

Hadere nicht!

20.6.21

Hadere nicht!
Niemand zwingt dich so zu leben
Deine Neigungen treiben dich dem zu was du bist
Orientiere dich nicht am Sollen
Orientiere dich an deiner inneren Stimme 
Aber wie unterscheide ich?
Du wirst merken, wenn die Zeit gekommen ist 
Um zu entscheiden
Um zu handeln 
Bis dahin: Lebe deine Gegenwart 

Frei genug?

20.6.21

Nicht wissend wie
Verloren zwischen Zielen und Mails
Hetze ich hinterher 
Wo ist der Genuss?
Die Lenenslust
So viel läuft schief!
Wirklich? 
Vielleicht bin ich eben das 
Und es entspricht mir?
Lege dein eigenes Maßband an
Erst wenn du die Gegenwart annimmst 
Bist du frei genug anders zu leben 

Den positiven Blick gewinnen - das Leben neu gestalten - Paradigmenwechsel mit 60

Versuchs doch mal mit Optimismus! Den anderen empfiehlst du den Blick auf das Positive und selbst drehst du sich in negativen Abwärtsspiralen. Suchst geradezu was nicht geht und wo es Probleme geben könnte und siehst nicht wieviel Gutes un deinem Leben passiert. Wieviel Glück du trotz allem gehabt hast. Du hast eine Ehefrau, die dich liebt, du hast keine finanziellen Probleme, du bist gesund. Du musst dich nur dem Alter stellen. Bewußt das Schwinden deiner körperlichen und kognitiven Kräfte akzeptieren. Was nutzt es darüber zu jammern? Es ist, wie es ist. Es ist an der Zeit eine andere Lebensform für dich zu finden und vor allem im LVPEBW weniger zu machen. Wenn du ehrlich bist, interessieren dich viele der Themen sowieso nicht mehr. Es reizt dich noch, eine Art Selbsthilfemanager zu sein, aber Interessenvertreter bist du nur noch am Rande. Wage es doch einfach ins kalte Wasser zu springen und dein Leben neu zu sortieren. Es ist wirklich an der Zeit.

Und bewahre bzw. lerne das Positive zu fokussieren. Behalte dir das immer im Bewußtsein. 

Probleme und Klagen? Nein danke! Zuversicht, Vertrauen und Hoffnung. Der Blick auf das wss gut ist und die entsprechende Dankbarkeit. Ein Paradigmenwechsel mit 60. Gehen wir es an. Und dabei nicht Perfektion erwarten, sondern die Tendenz erhalten. Dann wird wieder alles gut. 

Freitag, 25. Juni 2021

Was heißt schon genießen...

Genieße ich eigentlich mein Leben? Es gibt so viele Dinge, die man tun kann. Von einem Spaziergang ums Haus, bis zu einer langen Reise. In die Natur gehen, sich bewegen, sich mit vielem beschäftigen.
Und ich? Gehe nur aus dem Haus, wenn ich einen Termin habe. Schreibe stundenlang mit dem Smartphone und beschäftige mich mit Psychiatriethemen. Meine Frau hat sich mehr oder weniger damit abgefunden, weil sie weiß, dass ich das brauche. Immer wieder sagen mir Menschen, dass ich falsch lebe. Dass ich zu einseitig bin. Dass ich etwas für meinen Körper tun soll - ich habe Übergewicht und bin beim Treppensteigen sofort außer Atem. Meine Ergotherapeutin nennt mich einen Therapiekonsumenten, weil ich nichts von dem umsetze, was wir in guten Gesprächen verabreden.
Und nun? Was tun? Eigentlich tue ich ja, was ich will. Niemand zwingt mich zu diesem Leben. Das Meiste mache ich ohne Bezahlung. Ist es sinnvoll mir immer wieder meine Unfähigkeit zu genießen vorzuhalten? Immer das Gefühl zu haben, ich verhalte mich nicht richtig. Sicherlich, meine Art zu leben ist nicht gesund und vermutlich würde es mir sogar besser gehen, wenn ich anders leben würde. Aber würde ich es nicht tun, wenn es mir entspräche? Sollte ich es nicht einfach annehmen, wie es nun mal ist, ohne ständig mit mir zu hadern? Einfach aufzugeben mich ändern zu wollen? Ich bin jetzt fast 60. Wieviel ist da überhaupt noch möglich?

Ich weiß es nicht! Was meinst du dazu, lieber Leser? 

Engagement - wissend Applaus zu bekommen

Was passierte mit den Jahren?  Wohin sind deine Ideale und Werte verschwunden?  Ein Konstantin Wecker aus den 70ern zeigt dich 1984 https://...