Sonntag, 31. Januar 2021

Angebot

Hi, lieber Leser
Wie geht's dir? 
Wie kamst du hierher zu mir? 
Was erwartest du? 
Was brauchst du? 
Wenig mache ich mir Gedanken über dich
Ich schreibe zuersteinmal für mich
Speichere ab und veröffentliche
Dann manchmal ein Link an Freunde 
Mehr nicht 

Was könnte ich speziell für dich schreiben? 
Schreib mir ein Thema 
Schreib mir dein Befinden
Dann schreibe ich für dich 
rainer@hoeflacher.info 


Samstag, 30. Januar 2021

Der Welt ein Lächeln schenken

Schaue auf Youtube ein Livestück von Nightwish an
Mit Publikum und mit einer großen Videowand im Hintergrund 
Verstehe nur einen Bruchteil der englischen Untertitel
Ich merke wie mir die Tränen kommen
Irgendwo her
Von tief unten
Ich meine es geht um die Erde, um die Menschheit und um das Ende
Das fühle ich, ohne den Text zu verstehen
Wir leben in der Coronazeit
Das macht etwas mit uns, selbst wenn uns das gar nicht so bewusst ist
Die Welt wird grauer, auch wenn man noch so sehr das Lebendige beschwört 
Außen wie innen verschließen sich Zugänge
Der Weg zu uns selbst wird ein trauriger
Keiner kann sich der bleiernen Luft entziehen, die wir jetzt atmen
Endzeit oder Wendezeit? 
Depression heißt Tiefe
Depression kann Entwicklung sein
Nicht zurück, sondern zu einem Neuen
Nicht besser, vielleicht nicht schlechter, anders
Der Mensch ist wie ein Chamäleon 
Er wird einen Weg finden
Wenn's sein muss mit Verzicht für die Meisten
Wenn's sein muss mit neuen Regeln
Der Mensch gewöhnt sich an alles
Sogar an Depression, Endzeit und Tod
Wir wollen uns nicht verpflichtet fühlen mitzutrauern
Die abnehmende Anzahl von Glücksmomenten annehmen
Und dadurch besonders würdigen
Neben schrecklichem Elend, Pein und Not
Gibt es immer auch Lichtblicke
Kurze Blicke ins Paradies
Kurze Besuche dort
Das ist de Natur des Menschen 
Das hat ihn überleben lassen
Das hat ihn zum Herr und Zerstörer der Welt werden lassen
Schenken wir neben Tränen der Welt ein Lächeln, ein Lachen
Auch wenn es für sich alleine steht





Donnerstag, 28. Januar 2021

Tiefe und Gegenwart

Eigenartig wie der Mensch geschaffen ist 
Manchmal, ohne wirklichen Grund
Voller Sorgen, schwer belastet, in Gedankenkreisen
Am nächsten Tag wieder alles gut
Von Zuversicht, Optimismus, Hoffnung erfüllt
Dieses Schwanken von Gefühlen und Stimmungen ist anstrengend 
Aber genau betrachtet, ist es das was unserem Leben Tiefe gibt
Doch schwierig, wenn es zur Qual wird
Dann helfen solche Überlegungen nur wenig
Wohl dem der gute Strategien dagegen hat
Und die Kraft diese dann anzuwenden

Jeder Augenblick wirkt für sich
Da findet das Leben statt
Die Vergangenheit ist trügerisch 
Das Gedächtnis liefert subjektive Daten
Die Zukunft gibt unseren Zielen Kraft
Sie ist gestaltbar - aber eigenwillig
Sie findet statt, während wir noch planen
Unser Herz schlägt eben in der Gegenwart
Vergangenheit und Zukunft vereinen sich in einem infinitesimalen Punkt 
Den wir letztendlich bewusst nur als vergangen wahrnehmen 

Tiefe und Gegenwart
Mein Streben






Sonntag, 24. Januar 2021

Deswegen

Gerade noch Nacht hinter den Jalousien
Plötzlich dämmert der Tag
Musik, Schreiben 
Tasse Kaffee
Auf dem Sofa liegend ins Handy tippend
Charmant
Doch alles endet
Gerade deswegen 



Was bleibt...

Geträumt von virtuosen Gitarrenspiel
Um 4 Uhr Geschäftsbericht LVPEBW vollendet
Keine Ruhe gefunden zum erneuten Einschlafen
Musik hören, schreiben  

Und zwischen den Räumen fühlen
Fragen schwirren durch die Luft
Was ist das für ein Leben?
Glücklich, unglücklich?
High, low?
Nur ich lege die Skala an

Vielfältige Manifestationen eines einzigen Ichs? 
Oder wechselnde Zustände ohne einheitliche Basis? 
Im Kopf wundervolles Multitasking 
Einheit scheint unvorstellbar. 

Mein Leben
Mein Selbst
High oder low? 

Mein Abenteuer ist die Begleitung meines Lebens 
Das Erleben meiner Wechselhaftigkeit
Mein Leiden, mein Glück, Innerlichkeit

Das Außen erscheint nur als fester Halt
Meine Beständigkeit ist meine innere Unbeständigkeit
Mein Leiden, mein Glück
High und low

Macht die Suche nach stabiler Einheit überhaupt Sinn? 
Die Gegebenheiten scheinen unveränderlich 
Wofür lohnt Bemühung? 
Liebe? Menschen? Erlebnisse? 
Gott? 

Was bleibt ist Ausgleich von Streben und Sein
.... und manchmal Ruhe

Sonntag, 17. Januar 2021

Gefühle allenthalben

Flüchtig, wechselnd, allenthalben
Gerade noch Wärme für dich gespürt
Den Wunsch dir Gutes zu tun
Frühstück zu machen, dir Schönes zu sagen
Dann: Ein Satz der Kritik
Der Beschränkung meiner Autonomie
Und Ärger und Resignation durchfluten mich.

So flüchtig, so wechselnd, allenthalben
Gerade noch gefreut
Mit Tun und Denken wohl beschäftigt
Und dann stürzt die drückende Schwere über mich
Plötzlich liege ich leidend und lustlos auf dem Sofa
Und verschwinde in Gedankenkreisen

So gerne würde ich mit einer beständigen Basis fühlen
Nicht wie eine Schneeflocke im Wind hin- und hergetrieben
Ohne Halt, ohne feste Verbindung
Oder täusche ich mich?

So flüchtig, so wechselnd, allenthalben
Du auch?


Samstag, 16. Januar 2021

Hoffnung

Der Fürst der Finsternis lockt mit seinen Geschenken

Die Engel raufen sich die Haare

Sollen sich Jesu Versprechungen der Bergpredigt erst in Himmel erfüllen?

Die Ratten laufen inzwischen ohne Furcht über die Straßen

Am Gipfelkreuz warten müde die Mönche

Die Tierfreunde zählen immer weniger Vögel

Und die Unwichtigen predigen Hoffnung

Kaum möglich optimistisch zu bleiben

Mut zu machen

Ich werde weiterhin auf den Götterboten warten

Und meine Verzweiflung tief im Herzen verstecken

Auch künstliches Licht erhellt die Seelen






Schluss jetzt und die letzten Chancen nutzen

Schluss mit dem Gejammer über eigene Unzulänglichkeiten und Versäumnisse

Schluss mit Zaudern und Bedenken

Dieses Jahr werde ich 60 

Nicht fragen: "Was habe ich nicht getan?" 

Sondern überlegen: "Für was habe ich noch Zeit?"

Ich werde kein neuer Menschen werden, aber es besteht die Chance auf Veränderung

Dienst am Menschen ist jetzt möglich

Recoverycollege als letztes großes Projekt

EX-IN ruht

Vorbei die kleinen Siege in Gremien

Mit Gott zu mir selbst finden

Kompromisse sind notwendig, solange der Weg stimmt

Planen und Tun mit neuem Mut 

Ohne zu vergessen, dass sich das Alter ankündigt




Freitag, 15. Januar 2021

Für dich

Hallo meine liebe Leserin
Mein lieber Leser 
Was führt dich hierher? 
Wie kommt's, dass du meinen Blog liest?
Fühle mich geehrt
Jemand der sich für meine doch recht häufige eigene Seelenschau interessiert 
Gerne würde ich wissen was dich bewegt 
Wie dein Leben aussieht 
Deine Höhen, deine Tiefen
Du bist ein besonderer Mensch
Dessen bin ich mir sicher

Mittwoch, 13. Januar 2021

Meins

Da dieser Wunsch
Ins Innere vorzudringen
Mich zu spüren in der tiefsten Tiefe
Nicht immer ist Gott dafür die Lösung
Oft das Schreiben
Im Denken, im Suchen nach Worten ensteht eine meditative Ruhe
Ein unmerkliche Zufriedenheit
Eine vom mich umgebenden Raum abgewandte Wirklichkeit
Das Ergebnis ist zweitrangig
Trotzdem der Wunsch es möglichst gut zu machen - treffend sozusagen 
Ansprüche lösen sich für den Moment auf
Nur der Augenblick zählt
Das Finden des gesuchten Wortes zum geahnten Gedanken ist ein Geschenk 
Themen klären sich in Sätzen
Verstehen scheint möglich wo vorher nur Verwirrung war
Schreiben - ist meins
Am besten ohne Wenn und Aber

Samstag, 2. Januar 2021

Strafe, Schuld, Sünde

Die Begriffe Strafe, Sünde und Schuld sind für mich im Zusammenhang mit Gott schwierig. Für mich war Gott ein Liebender, der nicht straft, niemand als sündig ansieht oder schuldig spricht. Ich bervorzugte die Formulierungen "Gott will mich prüfen" oder "er schickt mir eine Herausforderung". Die 3 Worte sind für mich mit soviel Leiden und Schaden verbunden, dass ich sie einfach aus meinem Sprachgebrauch versuchte zu streichen.

Strafe
Aber ist es nicht legitim, dass Gott uns bestraft? In der Erziehung ist es üblich, dass Eltern ihre Kinder zum Zwecke des Erwachsenwerdens bestrafen. Wichtig ist es, dass die Strafen gerecht sind und ein gutes Ziel verfolgen, wobei ich mir der Schwierigkeit bei der Beurteilung von Gut und Schlecht bewusst bin. Da Gott reine Liebe ist, können wir sicher sein, dass seine Strafen gerecht und sinnvoll zielgerichtet sind. Und schädliche Handlungen haben eine Strafe verdient, wenn immer gleichzeitig die Absicht nach Entwicklung und Besserung mitgedacht ist. Auch unser Rechtssystem basiert auf diesem Gedanken.

Schuld
Schuldgefühle können sehr quälend sein und jemand anderem Schuldgefühle zu machen, wo keine Schuld ist, ist fiese, subtile Machtausübung. Vor allem, wenn jemand von einer Gruppe zu Unrecht schuldig gesprochen wird, kann das katastrophale Folgen für diese Person haben. Man muss sehr, sehr vorsichtig und sensibel sein, jemand Schuld zu geben. Vielleicht sollte man es grundsätzlich im Privatbereich nicht tun. 
Eine Frau sagte mir vor vielen Jahren "Schuld gibt es nicht". Diese Aussage beschäftigt mich seitdem, ohne dass ich eine für mich befriedigende Lösung zum Umgang mit Schuld gefunden hatte.

Sünde 
Am negativsten ist für mich der Begriff der Sünde belegt. So viele Menschen haben Angst und Schrecken ertragen müssen, weil die Kirche gute Menschen zu Sündern gemacht hat. Hat ihnen eingeredet, dass sie schlecht sind, dass sie Sünden beichten müssen, nur weil sie sich ganz natürliche Bedürfnisse erfüllt haben. Ein Beispiel dafür ist die körperfeindliche Sexualmoral der katholischen Kirche oder dass man schon Kindern einredet, dass sie schlecht und sündig seien. Mich selbst als Sünder zu bezeichnen, werde ich wohl nie fertig bringen.

Fazit
Aber trotzdem habe ich mich den Bezeichnungen Strafe, Schuld und Sünde angenähert. Ich denke, dass Gott durchaus ein strafender Gott sein kann, weil er mit seinen Strafen etwas Gutes erreichen will. Er will, dass wir aus Strafen lernen und nimmt auch in Kauf, dass wir sehr darunter leiden. Letztendlich ist Strafe nur das schonungslosere Wort für Prüfung oder Herausforderung. Ich bin zur Zeit an einem Punkt zu akzeptieren, dass Gott auch straft. Meine psychische Erkrankung ist sicher keine Strafe, da ich zuvor nichts getan habe, was diese Strafe rechtfertigen würde. Die Erkrankung ist eher eine Weichenstellung, die dazu geführt hat, dass ich der Mensch werde, der ich im Grunde meines Herzens bin und auch sein will. Ich musste viel durchmachen, bis ich den richtigen Weg für mich gefunden hatte. Von einer vom Elterhaus vorgegebenen Wertschätzung von Technik und Mathematik hat es bis zu meinem 59 Lebensjahr gedauert, bis ich zum Genesungsbegleiter wurde. Und früher ging es auch nicht, weil ich menschlich noch nicht so weit war.

Auch sehe ich immer mehr ein, dass man im Leben Schuld auf sich laden kann und dafür auch eine Strafe verdient. Wie gesagt, ist es sehr schwer diese Schuld zu beurteilen und am besten ist es, wenn man über sein Gewissen seine Schuld selbst erkennt. Aber manchmal braucht es auch weise und gerechte Menschen, die einen mit seiner Schuld konfrontieren. Der beste Richter ist aber Gott auch wenn wir seine Richterspruch zuerst nicht verstehen sollten. 

Mit dem Wort Sünde kann ich mich immer noch am wenigsten anfreunden. Ich finde es ist überholt und veraltet. Jemanden einen Sünder zu nennen, erinnert mich an die Kreuzzüge und an die Hexenverbrennungen. Und solcherart Assoziationen werde ich wohl nicht mehr losbekommen. Das Wort Sünde gehört nach wie vor nicht zu meinem aktiven Sprachgebrauch. 

Schlaflosigkeit und Entscheidungsanalyse

Fast 5 Uhr. Noch keine Minute geschlafen. Macht es noch Sinn nach Schlaf zu streben. Licht aus und sich beherrschen nicht das Licht gleich w...