Sonntag, 27. Dezember 2020

Für Konstantin

Gerne wäre ich wie er gewesen
Begabt, mutig, konsequent 
Eben ein Künstler 
Für Gerechtigkeit und Friedfertigkeit streiten 
Für Liebe und Zärtlichkeit 

Meine Berufung hat ihren Glanz verloren
Kein Herzblut mehr, kein Charisma
Die Routine hat gesiegt
Den Sinn wie ein Taschentuch verloren
Immer noch gibt es viele Gründe 
Aber die Trümpfe stechen nicht mehr 

Gerne wäre ich wie er gewesen 
Leben, lieben, uferlos
Lieber ein "naiver" Träumer, Pazifist, Anarchist
Oft nicht ganz ernst genommen 
Als Trittbrettfahrer

Sei du selbst:
Im Schmerz, in der Freude, in der Wut
Mit deiner Härte und wie du liebst 
Nimm das an! 
Du bist gut so. 

Gerne würde ich ihn zu meiner Beerdigung einladen als abschließende Würdigung eines Traums






Samstag, 26. Dezember 2020

Bilanz: Wieviel Zeit bleibt uns beiden noch?

Zurück zu den Zeiten der Selbstzerfleischung
Was letztendlich auch nur ein Etikettenschwindel war:

Bei Konstantin Wecker Trittbrett mitgefahren 
Noch nie konsequent gewesen 
Große Worte in eigenen Kreisen gemacht 
Schweigen gegenüber Bewahreren des Wohlstands, wenn es darauf ankam
Kein politisches Leben, auf das man stolz sein kann

Ein paar Psychiatrieerfahrene gerettet 
Vorträge gehalten und Themen platziert
Und den Hintern in Gremien platt gesessen 
Und immer in der Sicherheit des umsorgenden Staats
Und immer die Hand aufgehalten, wenn die monatliche Überweisung kam
Engagiert, eingesetzt, gestaltet, über Grenzen gegangen 
Und nie aus eigener Kraft gelebt
Krankheit, behindert, Rente seit fast 25 Jahren: ein gute Entschuldigung

Lohnt es sich noch Vorsätze zu schmieden? 
Mit fast 60?

Das Sofa wird immer bequemer, der Konsum immer verlockender
Und die Welt, die junge Generation bleibt auf der Strecke. 

Eigentlich alles Gründe um sich zu schämen
Bei den Jungen um Vergebung zu bitten
Wir, ab 1950 sind größtenteils verantwortlich dafür, dass diese wunderbare Erde zur Müllkippe wurde
Dass Umweltkatastrophen Tag für Tag zunehmen
Dass das Wasser knapp wird
Dass das Poleis schmilzt 
Dass alles wärmer, alles heißer wird
Und vieles mehr... 

Und jetzt, was ist das? 
Ein Betteln um Verständnis? 
Beichten? 
Um Verzeihen bitten? 

Mit fast 60 eine bittere Bilanz
Mit der großen Masse geschwommen 
Und genaugenommen dem eigenen Wohl gelebt 
Anerkennung gesammelt 
Den eigenen Ansprüchen von Leistung und Erfolg hinterhergerannt

Zu hart zu mir selbst? 
Mag sein
Aber eine Sicht nicht ohne Wahrheit 

Und wieder ein paar Zeilen, die nutzlos den endlosen Speicherplatz belegen
Die den Druck nehmen
Eigentlich ist nichts passiert 

Was hast du für eine Bilanz? 
Ich höre schon dein "Ja, aber... " 

Wieviel Zeit haben wir beide noch....? 









Mittwoch, 23. Dezember 2020

Freude heißt weitermachen

Höre gerade "Brothers in Arms" mit meinem neuen Luxuskopfhörer
Zuvor "Soldier of Fortune" - mein Lieblingslied
Einen Tag vor Weihnachten bin ich bei meiner Traurigkeit angekommen 
Eine gute Traurigkeit, die nur wenig schmerzt
Sie lähmt nicht, sondern würdigt die Leiden
Meine und die in der Welt

Es gibt Freude in Kriegsgebieten, bei Hungernden und Gequälten
Freude heißt nicht aufgeben 
Freude heißt weitermachen
Auch wenn die ganze Welt Traurigkeit atmet



Sonntag, 20. Dezember 2020

Vom Ich zum Du

Wie mehr Wegkommen vom Ego?
Wie mehr Wegkommen vom Kreisen um mich selbst? 
Weniger Egozentrismus
Mehr Nächstenliebe statt Narzissmus
Mehr Beschäftigung statt Seelenschau
Das Wohl meiner Mitmenschen mitdenken
Zu Gott finden heißt zum Menschen finden
Freundschaften pflegen
Auch private Mails schreiben 
Der Mensch im Mittelpunkt, nicht die Themen 

Plan

5 Uhr aufgewacht
Keine Euphorie 
Aber ruhige Zufriedenheit 
Spotify bemüht
Daylio-Einträge gemacht 
Missed Songs gehört
Bewusst nicht gearbeitet - obwohl Lust bestand
Nochmal überlegt:
Lebensrolle annehmen oder nicht annehmen? 
Landesverband oder SpDi? 
Selbstvertretung oder Begleitung? 
Streben oder Sein? 
Sowohl als auch! 
Aber neue Schwerpunkte setzen:
Genesungsbegleitung 
Engagierte gewinnen 
Weniger Gremienarbeit 
Weniger Landesverband 
Mehr Ich sein. Vom Ich zum Selbst. 
Mit Depression 
Mit Unruhezustand 
Aber auch mit Schreiben
Mit Musik
Mit Lesen
Und neues Privates entdecken 
Ins Tun kommen
Jetzt ist es 6:30 Uhr 
Ein guter Anfang 




Samstag, 19. Dezember 2020

Mit Liebe erfüllt sein

Lang ist es her
Nicht lieben, sondern voller Liebe sein
Wärme und Herzlichkeit für jeden dem ich begegne
Freude über dich, dich und dich
Das Gefühl jeden in den Arm nehmen zu wollen
Jeden anlächeln
Jeden mit Worten streicheln
Schon eine Art Euphorie 
Mir unmöglich diesen Zustand zu halten 
Aber ich habe ihn erlebt 
Schon mehrfach
Allerdings: In dieser Stärke ist es schon sehr lange her
Mit meiner Zuwendung zu Gott habe ich die Chance dies wieder erleben zu dürfen
Sicher nicht so wie damals, als ich noch in voller Kraft stand. 
Heute, 20 Jahre später, könnte es ruhige Erfüllung sein
Zuneigung, Wärme, Wohlwollen, Sympathie, sein lassen 
Zwar ohne Euphorie, aber mit Erfahrung und Wissen 
Dieses erfüllt sein mit Liebe
Ist eine Art, wie wir Gott sehen dürfen 
Man kann es anstreben
Man kann es suchen
Aber es ist ein Geschenk 
Gerade ist mir klar geworden, dass ich Gott auch so spüren will
Nächstenliebe wird zur Gottesliebe und umgekehrt 
Ich will's versuchen 
Finden werde ich es nur durch Gottes Gnade 
Ich werd drauf achten
Und die gespürten Anfänge fördern 
Dran bleiben an Gott, an der Liebe 
Und geduldig auf die Antwort warten

Ruhe

Zurückgezogen in mein Reich
Das Reißen weit entfernt 
Nur noch ein Grummeln
Mein Echo Studio spendet mir eine Zeit der Ruhe
Und Spotify erfüllt fast alle Wünsche
Bing Crosby und Grace Kelly - True Love
Kitschige Melancholie 
Was soll's? Es passt gerade. 
14:15 Uhr - Zeit eine Freundin zu besuchen 
Noch Haare waschen
Ich lass dich zurück
Vielleicht bis bald 
Würde mich sehr freuen 

Das Angebot Jesu zu Weihnachten

Liebe Leserin, lieber Leser diese Posts!

Wie geht es dir? Was beschäftigt dich?

Freust du dich auf Weihnachten? Nimmt dir Corona die Möglichkeit den Sinn von Weihnachten zu erfahren? Leidest du darunter, dass es dieses Jahr keine großen Weihnachtsfeiern gibt? Dass du nur wenige Mitglieder deiner Familie sehen kannst? Ist es doch bei manchen so, dass Weihnachten die einzige Zeit im Jahr ist, wo die ganze Familie zusammenkommt.

Aber in dem allem liegt auch eine Chance. Ein Chance, die zuerst schmerzhaft erscheint. Der Weg zurück zu dir selbst. Vielleicht nichts Neues für dich. Vielleicht ruhst du fest in dir und brauchst keine Auszeit vom Außen. Aber es könnte auch sein, dass es über Weihnachten jedem von uns gut tut, sich zurückzuziehen, um zu versuchen mit sich selbst klar zu kommen. Den Versuch weitmöglichst alles niederzulegen, das Nichtstun zu kultivieren ohne schlechte Gefühle zu bekommen. Die Impulse "ich muss etwas tun" auszuhalten. Vielleicht auch eine Chance kreativ zu werden.

Die Frage ist allerdings, ob diese Auszeit überhaut noch als etwas Besonderes wahrgenommen werden kann. Im Zuge der ganzen Einschränkungen durch Corona waren wir ja sowieso gezwungen, die Kontakte zu reduzieren und in der Wohnung zu bleiben. Wir waren in den Lockdowns sowieso stark auf uns selbst zurückgeworfen. 

Vielleicht gibt Weihnachten dem Ganzen aber eine neue Dimension? Gib Weihnachten auch in diesem Jahr eine Chance durch das Feiern der Geburt Jesu, zu reflektieren, inwieweit du dessen Botschaft umsetzt, selbst wenn du nicht religiös bist, denn bietet das Angebot Jesu doch viele Reflexionsmöglichkeiten über den Zustand der Welt und über dich selbst. 

Die Frohe Botschaft Jesu gibt die Chance, die für manche schwierige Zeit über Weihnachten zu einem Geschenk zu transformieren. Rufe Freunde und Bekannte an oder tausche dich digital aus mit einem ganz bewussten Wohlwollen für dein Gegenüber. Und nehme dir die Zeit, die du jetzt vermehrt mit dir selbst verbringen musst, als Anlass zu lernen dir selbst zu genügen.

Das ist meine Perspektive mit der ich auf Weihnachten dieses Jahr zugehe. Vielleicht fühlst du dich von meinen Gedanken inspiriert und angeregt. Wenn nicht, dann danke ich dir, dass du den Text trotzdem bis zum Ende gelesen hast.

Frohe Weihnachten und Gott beschütze dich!

Euer Rainer 

Freitag, 18. Dezember 2020

Blitzlicht am Abend

Ein langer Tag geht dem Ende zu
Gepuzzelt
Stündliches Allerlei
Nicht wissend wo die Zeit geblieben ist
Nicht am Boden
Nicht freudig 
Schreibend im Ausdruck meiner selbst
Wie schon oft
Gefühle suchen Worte
Worte wandern ins Tagebuch 
Klagen vermeidend suche ich die Gedanken 
Die Niederschrift verdienen 
Nichts wird von diesem Tag überdauern
Ein verlorener Tag? 
Einer der Tage, die irgendwann bereut werden? 
Was nutzt es zurück zu schauen? 
Was nutzt es sich um das Morgen zu sorgen? 
Es war, was war. 
Es ist, was ist
Er wird sein, was sein wird
Und es ist gut so. 



Mittwoch, 16. Dezember 2020

Weihnachten einmal anders

Weihnachten 2020
Ein besonderes Weihnachtsfest 
Frohe Botschaft: Verhindert oder jetzt erst recht? 
Das Fest der Liebe ist schon lange für manche ein Problem 
Statt Liebe Einsamkeit 
Statt Liebe allein vorm Fernsehapparat
Dieses Jahr werden es einige mehr sein
Keine großen Feste 
Vielleicht eine Chance bei sich selbst zu sein 
Weihnachten einmal anders
Was würde Jesus dazu sagen? 

Ja, lieber Atheist

Wenn dich das Unbekannte niederdrückt
Wenn dein Körper entgleist 
Wenn Gelerntes nicht mehr hilft
Ja, lieber Atheist
Wo ist dann dein Halt? 
Bist du wirklich so sicher, 
Dass es keinen Gott gibt? 
Dass Gott böse ist? 





Sonntag, 6. Dezember 2020

Lobe den Herrn, meine Seele

Mach deinen Schmerz zur Inspiration 

Die Tränen fließen
Lobe den Herrn 
Ach wie süß 
Wenn der Schmerz sich ausdrückt
Die Seele sich erleichtert 
Du bist der Weg
Danke, dass du in mein Leben kamst
Endlich ist es soweit, dass du in meiner Mitte angekommen bist
Nie wieder möchte ich dich verlieren 
Sicher, du warst immer da
Hast mich beschützt 
Hast mich reichlich beschenkt
Aber ich war noch nicht soweit 
Aber ich frage mich, warum erst jetzt? 
Darauf werde ich wohl nie eine Antwort finden
Ich will dir danken
Du bist meine Zuversicht 
Du stärkst mich indem du Liebe in mir weckst
Dir nahe zu sein ist mein Glück 
Mit dir ich selbst sein - deswegen bin ich auf der Welt 


Samstag, 5. Dezember 2020

Erleichterung

Geschafft
Das innere Gleichgewicht wieder gefunden 
Hoffentlich längerfristig 
Gottes Liebe hat mich wiedererstarkt
Ich bin nicht immer friedfertig
Ich bin nur ein Mensch 
Gott sieht in mein Herz 
Er sieht meine Bemühungen 
Und er sieht meine Schatten 
Auch meine Härte 
Ich habe keine Angst vor seiner Strafe 
Er ist ein gerechter Richter 
Ein Liebender 
Gott sei Dank! 



Freitag, 4. Dezember 2020

Mittwoch, 2. Dezember 2020

Kurzbeschreibung von Recovery

Wie würde ich jemanden möglichst eindrücklich Recovery erklären, der noch nie davon gehört hat?

Recovery, das sich in etwa mit Genesung und Wiedererstarken übersetzen lässt, ist ein Konzept, eine Methode, aber vor allem eine Haltung, die sicher davon ausgeht, dass jeder Mensch, unabhängig von der Schwere seiner psychischen Belastung, die Chance auf ein gutes und erfülltes Leben hat. Jeder Mensch hat das Potenzial zur Genesung. Erstes Ziel ist dabei Wohlbefinden und nicht die Freiheit von Symptomen. Die größten Wirkfaktoren sind hier die Aufrechterhaltung von Hoffnung und die Fähigkeit dem Geschehen einen Sinn zu geben. 

Recovery ist ein allumfassender Entwicklungsprozess, der durchaus durch Rückschritte und Stagnation begleitet werden kann. Aber ein sogenannter Recoveryweg führt auf die Dauer mit Sicherheit zu einer Verbesserung der persönlichen Situation und Befindlichkeit. 

Recovery orientiert sich an den Stärken und den Fähigkeiten der Menschen ohne deren Schwächen aus dem Blick zu verlieren. Erfahrungen und das daraus resultierende Erfahrungswissen, sind von ausschlagebender Bedeutung und werden als persönlicher Schatz angesehen, der in vielerlei Weise positiv genutzt werden kann. Recovey hat den Fokus auf den Bedürfnissen, Wünschen und Träumen der Menschen und nimmt diese ernst. 

Für mich gehört zu Recovery eine spirituelle Dimension, mit der die Wirksamkeit von Recovery erst ihre ganze Entfaltung finden kann. 

Schlaflosigkeit und Entscheidungsanalyse

Fast 5 Uhr. Noch keine Minute geschlafen. Macht es noch Sinn nach Schlaf zu streben. Licht aus und sich beherrschen nicht das Licht gleich w...