Samstag, 3. Juli 2021

Alles weiter wie bisher?

Aufgrund Corona traf mich der Verlust des Selbstvertrauens. Ich vermisse die positive Verstärkung durch ein erlebnisreiches Leben. Sowieso zum häuslichen Rückzug neigend, verlies mich Energie und Motivation. Aber schon seit langem reift der Entschluss in mir, mein Leben grundlegend zu ändern. Nun habe ich zwei Erfolgserlebnisse bei der Regiotagung erfahren dürfen: die Leitung der Mitgliederversammlung und mein der mit Lob aufgenommene Vortrag einen Tag später. Die Reise nach Stuttgart brachte Schwung in mein Leben und der Aufenthalt in einer größeren Menschversammlung wirkte sich belebend auf mich aus, auch wenn ich dabei durchaus auch Tiefs der Unkonzentriertheit, Müdigkeit und Kommunikationshemmungen spürte.

Und nun? Alles so weiter wie bisher? Die Verlockung ist groß. Keinen Druck mehr nach Lösungen zu suchen, wie ich Psychiatriearbeit reduzieren könnte, wie ich neue Wege des Interesses und der Beschäftigung finden könnte. Keine Notwendigkeit mehr einen altersgerechten Wertewechsel anzustreben. Eine für mich fast nicht zu meisternde Aufgabe. Zu sehr bin ich verstrickt in meiner Abhängigkeit zu meinen täglichen Tätigkeiten. Keinen Antrieb mich auf die Suche nach Alternativen zu machen. 

Soll ich die Freudlosigkeit einfach weiter ertragen, bis Corona wieder ein abwechslungsreiches Leben zulässt? Mich abfinden mit dieser reduzierten Stimmung? Einfach weiter machen mit meiner Arbeit wie bisher, weil das genau das Leben ist, das mir entspricht? Kann ich hier eine Entscheidung treffen oder wird mich dieses Dilemma dauerhaft begleiten?

Ich bin ratlos! 

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