Samstag, 4. Juli 2020

Gruppenwachstum im Garten

Auf einer Terrasse, die zur Ruhe einlädt
Im Stuhlkreis 
Mit Blick auf einen bunten Blumengarten
Mit verteilten Schätzen
Hören wir einander zu

Ohne Programm
Ohne Plan
Ohne Vorgaben

Alle erzählen von sich, ihre Geschichte
Mut, Verzweiflung, Zuversicht, Leidenswege
Recovery live 

Alle haben etwas zu sagen - und tun es
Fakten sind flüchtig
Aber wir tragen jetzt von jedem ein Bild in uns
Eine Aura

Der Tag endet mit einem Genuss für Leib und Magen
Mit den Kaisers Tassen 
Und mit einer großen Dankbarkeit 
Füreinander 
Und vor allem für Karl Heinz und Elli 

Schwäbisch Gmünd am 4.7.2020

Freitag, 3. Juli 2020

Mein Verständnis von Zen

Zen ist eine besondere Form des Buddhismusses. Mein Zen-Freund sagt, es hat eigentlich mit Buddhismus gar nicht so viel zu tun. Die Aussagen des Zen sind ganz einfach, aber schwer zu verstehen. Man muss sie verinnerlichen.

Wenn man meinen Zen-Freund nach Zen fragt, dann sagt er zum Beispiel: "die Blätter des Baumes sind grün und die Vögel singen". Das ist Zen.

Zen sagt, alles ist, wie es ist. Alles gehört dazu. Das Böse und das Gute. Beides hat seine Berechtigung. Zen will die Menschen wieder zu ihren Ursprüngen bringen, ohne die Technik und den Fortschritt zu negieren. Die Sorge um die Welt, um die Erde ist dabei zentral.

Zen ist alles was du mit deinen Sinnen wahrnimmst.

Das ist eigentlich alles, aber es steckt tiefe Weisheit dahinter und macht den Menschen glücklich und ruhig. Zen ist nur bis zu einem gewissen Grad mit dem Verstand zu erforschen. Ohne Meditation kann der höchste Grad nicht erreicht werden.

Zen ist die absolute Gegenwart. Das ist Zen wohl auf den Punkt gebracht. 

Es kann sein, das Zen die oder eine Wahrheit ist, wenn du es ernst nimmst. Mein Zen-Freund sagt, für ihn gibt es nur eine Wahrheit und die befindet sich überall: in den Menschen, wie in den Dingen. 

Es ist ein weiter Weg zum Zen zu kommen, meine ich.

Mein Zen-Freund kann vor allem aus körperlichen Gründen nicht richtig meditieren, aber er ist meiner Meinung nach an den verstandesmäßigen Grenzen des Zen - oder sogar schon darüber hinaus. 

Mittwoch, 1. Juli 2020

Bettler Geld geben?

Ein Mann, den ich kenne, gibt gerne Bettler ab und zu Geld. Meist 1-2 Euro, gelegentlich können es auch mal 5 Euro sein. Er macht das um etwas Gutes zu tun und um Menschen, die in Schwierigkeiten sind zu helfen - auch um das Gefühl zu haben, dass er Nächstenliebe praktiziert und nicht geizig ist. Ich muss dazu sagen, dass der Mann selbst nicht so viel Geld hat, aber mit seinem Einkommen klar kommt. 

Ich gebe in der Regel Bettler kein Geld. Ich bin nun in Zweifel gekommen, welches Verhalten das Richtige ist. Ich finde nämlich auch, dass es richtig ist, seinen Nächsten in prekären Situationen zu unterstützen. Ist es richtig einen Bettler zu unterstützen, der das Geld sofort in Drogen oder Alkohol umsetzt? Ist es richtig jemandem Geld zu geben, der Grundsicherung oder ALG 2 bezieht? Ich habe von einer Sozialarbeiterin gehört, die sagte "in Deutschland muss niemand betteln gehen" - ist allerdings schon ein paar Jahre her.

Man sieht den Menschen ja meist an, dass es ihnen schlecht geht und auch Menschen, die gepflegt aussehen können in Not sein.

Wenn sich jemand dazu ünerwindet zu betteln, sollte man ihm dann nicht Geld schenken, ohne es an Bedingungen zu knüpfen? Und ich kann nie wissen, was dieser Mensch mit dem Geld dann macht und wie er in Not gekommen ist. 

Ich kann mir sagen, es sind ja nur kleine Beträge, um die es da geht und ich kann 1-2 Euro auch verschmerzen. Allerdings, wenn jeder so denken würde, könnte man als Bettler besser verdienen, als Menschen, die zu einem geringen Lohn arbeiten. Ich weiß, es denken aber nicht alle so. Warum eigentlich nicht? 

Viele spenden an Hilfsorganisationen und hoffen, dass das Geld dort sinnvoll ausgegeben wird. Wenn sie die Organisation aber nicht sehr gut kennen, können sie sich da auch nicht sicher sein. Und selbst dann gab es schon manchen Mitarbeiter, der sich bereichert hat.

Vielleicht sollte ich nicht so viel nachdenken und auf mein Bauchgefühl achten, wenn mich jemand um Geld fragt. Trotzdem hätte ich dazu gerne eine klare Meinung. 

Gerade denke ich, ich gebe in Zukunft wohl eher einem Bettler was, aber vermutlich nicht immer. Ich weiß, nicht sehr konsequent. 

Was meint ihr dazu? 


Sonntag, 28. Juni 2020

Das Leben ist schön

Das Leben ist schön und lebenswert. In der längsten depressiven Krise meines bisherigen Lebens hatte ich an jedem hohen Ort das Bedürfnis mich zu Tode zu stürzen. Gott sei Dank, überwog die Angst und der Lebenswille. Es war eine fürchterliche Zeit. Aber auch sie ging vorbei und Ende der 90er Jahre erholte ich mich langsam wieder, sodass mir mein damaliger Todeswunsch heute sehr fremd vorkommt. 

Inzwischen habe ich mich gut stabilisiert und einen Weg für mich gefunden. Über das mir jahrelang gesteckte Ziel ein liebender Mensch zu werden und mich zu verändern, bin ich nun dazu übergegangen mich mehr anzunehmen und auch Grenzen und Schwächen bei mir zu akzeptieren. Vielleicht auch ein Zeichen meiner inzwischen fast 60 Lebensjahre. 

Ich bin dabei gesünder zu leben, ohne mich dabei unter Druck zu setzen, weil ich einen echten Willen spüre, der nicht nur vom Kopf ausgeht. Darüber hinaus mache ich gerade meinen Glauben zum Mittelpunkt meines Lebens. Er soll nicht weiter angenehmes Beiwerk sein. 

Das Leben ist nicht nur schön, sondern auch spannend, wenn man einen guten Blickwinkel findet. Allerdings möchte ich bemerken, dass es das Leben die letzten Jahre sehr gut mit mir meint. Ich bin gesund, nicht alleine, habe keine größeren Sorgen und bin schon lange von Schicksalsschlägen verschont. So ist es leicht zuversichtlich und optimistisch zu sein. 

Ich hoffe, dass mir noch lange das Glück hold ist und ich mir weiter diese positive Sicht und meinen Lebenswillen erhalten kann, auch wenn das Leben schwer wird. 

Abschließend der Gelassenheitsspruch, der mir immer wieder eine Hilfe ist und den Sie bestimmt auch kennen:

Gott gebe mir die Kraft, die Dinge zu ändern, 
die ich ändern kann, 
und die Gelassenheit, die Dinge hinzunehmen, 
die ich nicht ändern kann. 
Und die Weisheit, das Eine vom Anderen zu unterscheiden. 

Rainer Höflacher an 28.6.2020

Dienstag, 23. Juni 2020

Vertrauen mit Gott

Vertraue niemals jemand anderem
Vertraue nur dir selbst
Zitat aus dem Film "Anna"

Nur ein kleines Leben darf vertrauen 
Je bedeutsamer die Person
Je mehr es um Macht geht 
Je mehr Geld im Spiel ist
Desto mehr ist Misstrauen ratsam
Manipulation? Verführung? Lüge? Betrug? Gewalt? 

Vor Gott sind alle Menschen gleich
Vor den Menschen nicht
Und die großen Meister? 
Unvorstellbar ein Leben ohne zu werten

Vertrauen schafft Nähe 
Nähe kann trügerisch sein
Vertrauen macht verletzlich
Kann enttäuscht werden

Doch ohne Vertrauen sind wir eine Insel
Willst du eine Insel sein? 
Oder verbunden? 

Bist du stark genug? 
Brauchst du Gott? 
Gott will auch Frieden geben, nicht nur Stärke 
Nicht nur die Schwachen sind bei Gott

Vertraue den Menschen 
Nur gemeinsam sind wir stark 
Doch sei wachsam

Noch mehr vertraue Gott 
Mit ihm kommst du zur Ruhe
Vielleicht prüft er dich
Doch er trägt dich durch schwerste Stunden 
Damit du überlebst
Und aufs Neue schauen kannst 

Er begleitet deinen Tag
Vielleicht spricht er zu dir
Durch seine Stimme oder durch Zeichen
Auch schweigend umgibt er dich

Er ist Eins. Alles. 
Immer schon da. Ewig seiend. 
Er ist, was er ist. 

Vertrauen? 
Misstrauen? 
Liebe? 




Montag, 22. Juni 2020

Achtung: Botschaft an meine Leser

Lieber Leser meines Blogs,

es geht weiter mit den Veränderungen meines Lebens. Nach meiner ersten von Gott geleiteten Meditation heute morgen, habe ich mich entschlossen, ab sofort in diesem Blog nicht mehr mein Innerstes offenzulegen. Ich hab mir überlegt, warum ich das so sehr brauche und es wird Zeit diese Angewohnheit zu beenden. Ich werde solche Dinge nur noch meinem Tagebuch, Gott und guten Freunden anvertrauen und damit ist auch meine Ehefrau gemeint. 

Ich werde schon noch im Blog schreiben, aber versuchen meine Gedichte allgemeiner zu fassen, allgemeinere Reflexionen und vielleicht auch psychiatriespezifische Themen hier veröffentlichen. Mal sehen, ob du dann immer noch Geschmack am Blog findest. 

Ich wünsche dir das Allerbeste, bleib gesund und habe glückliche Momente und ein glückliches Leben - denn beides ist möglich! 

Kein Abschied sondern hoffentlich ein Neubeginn

Ganz liebe Grüße 
Rainer

Sonntag, 21. Juni 2020

Freie Assoziationen

Trauer

Geh nicht unter die Bäume
Es donnert
Geh nicht ins Meer
Das Leben ist schön 

Ehre den Clown
In dir, in mir
Denn keiner ist sicher im Boot

Rot ist meine Farbe
Nicht wie das Blut
Sondern wie die Rose
Die mir Liebe verspricht
Und mich schnöde enttäuscht 

Ich gehe meinen Weg
alleine, vielleicht einsam
Aber nie ohne dich
Nie ohne einen Besuch im Tempel 
Egal ob du mit mir sprichst

Da ist keine Ruhe in der Welt
Es schwehlt in unserem Land
Aus Freunde werden Gegner
Christen plündern die Läden
Ich hoffe, du weißt, was du tust

Blumen stehen am Rande
Künstlich, wenige leben noch
Es ist zu feucht in unseren Augen
Aber keine Träne will fließen 

Die Worte kommen und bleiben
Menschen kommen und gehen
Auf dem Papier bleibe ich
Im Virtuellen überlebe ich

Auch wenn mich niemand mehr findet
Derjenige der nachdenkt weiß, dass ich noch bin
Irgendwo versteckt in den Wolken


Glückssoldat (Song-Assoziationen)

Glückssoldat

Ich habe dir oft Geschichten erzählt
Von meiner Suche nach dem Glück 

Ich werde alt
Die Lieder Klingen in der Ferne

Ich weiß nicht
Und staune
Werde ruhig, weise
Keiner so wie du

Ich bin ein Reisender, der Neues sucht
Meine Augen sehen und sind blind
Mein Schmerz erhebt mich
Nicht über dich
Sondern über mich

Ich bin ein Soldat 
Der mit den Windmühlen geht
Der stark ist und weint
Der sich schämt und kämpft 
Und das wird so bleiben
Bis zum bitterschönen Ende

Song-Assoziationen nach "Soldier of Fortune von Deep Purple" 

Heile die Welt (Song-Assoziationen)

Heile die Welt

Langsam, aber sicher
Die Kinder sind die Zukunft
Und zeigen uns den Weg in eine bessere Welt
Morgen, erst? 
Trauer, weil wir zusammen leben? 
Du bist die Welt

Für die Menschheit wollen wir die Freude versuchen
Aufhören zu klagen
Beginnen zu leben
Du bist die Welt, stirb bitte nicht
Wir brauchen eine besseren Ort
Für dich und für mich

Unser Geist soll sich erheben
In die höchsten Höhen
Lass uns die Liebe spüren
Für alle Menschen

Wir sind die Welt, die Menschheit
Lass uns leben, so wie es dem Nächsten gut tut.

Assoziationen nach "Heal the world von Michael Jackson

Der Tempel des Königs (Song-Assoziationen)

Der Tempel des Königs

Gibt mir Größe 
Versetzt mich in Erstaunen
Lässt die goldene Glocke läuten
Lässt mich die Menschen fühlen
Überirdisch, wehmütig, sanft

Das Wasser birgt Leben
Die Welt kehrt zurück zum Ursprung 
Wir finden die Antwort 
Meine Stärke wird es mir zeigen

Eines Tages werden wir uns erinnern
An die aufsteigende Sonne
Suchen werden wir, sehen
Den Schatten an der Wand

Der Zeit wird kommen
Wenn die uns die schwarze Glocke schlägt

Nehmt euch Zeit
Hört zu und staunt
Frohlockt voller Freude
Wegen des göttlichen Klangs

Wundert euch nicht über die alten Geschichten
Wir werden die Antwort finden
Mit starken Händen und mit freudigen Herzen 

Das Ende wird kommen
Mir, der an den Tempel glaubt. 

Assoziationen nach "Temple of the King von Deep Purple" 



Gruppenwachstum im Garten

Auf einer Terrasse, die zur Ruhe einlädt Im Stuhlkreis  Mit Blick auf einen bunten Blumengarten Mit verteilten Schätzen Hören wir einander z...