Dienstag, 8. Juni 2021

Schlaflosigkeit und Entscheidungsanalyse

Fast 5 Uhr. Noch keine Minute geschlafen. Macht es noch Sinn nach Schlaf zu streben. Licht aus und sich beherrschen nicht das Licht gleich wieder anzumachen und eine Idee ausführen, die mir gerade gekommen ist? Typische Anzeichen für einen manischen Zustand. Soll ich mir Sorgen machen um den nächsten Tag. Die ersten Vögel höre ich schon singen. Die Nacht ist so voll von inneren Wundern. Die Zeit verrinnt wie im Flug. Von einer Beschäftigung treibt es mich mit Freude und Energie zur nächsten. Die Schwankungen sind kaum berechenbar. Wenn ich einen vollen und erfüllten Tag habe mit vielen Außenreizen, dann ist die Schlaflosigkeit vorprogrammiert. Heute nach dem Seminar bin ich schwankend geworden, ob ich nicht doch EX-IN Trainer bleiben soll? Das ist eine sehr, sehr schwierige Entscheidung. Die Schwerste seid langem. Soll ich es wagen wieder über meine Grenzen zu gehen. Die Zweifel und die Unsicherheit aushalten. Die nötige Disziplin aufzubringen, was die Vorbereitung der Module anbelangt. Und vor allem diese drei langen Tage auszuhalten und zu bestehen. Andererseits könnte ich so viel zurück bekommen. Wertvolle Begegnungen, weitere Erfahrungen als Trainer sammeln. Das alles wiegt als Argument für den Kurs schwer. Noch kann ich mir Zeit lassen. Noch kann ich meinen Selbstwert und mein Selbstbewusstsein wieder aufbauen. Aber ich weiß auch, wie fragil das alles bei mir ist. Wie sehr ich leiden kann vor einem Modul, weil ich überhaupt kein Selbstvertrauen mehr zu mir habe. Karins Haltung ist klar. Sie sieht nur die Belastung und meine Ängste und macht sich auch Sorgen, dass ich wieder eine Psychose bekommen könnte. Aber sie hat durchaus auch eigene Interessen dabei. Wenn es mir eegen des EX-IN Kurses schlecht geht, dann ist auch sie belastet. Insofern ist es für sie angenehmer, wenn ich ein ruhiges und solides Leben führe. Da ist guter Rat teuer. Im Moment weiß ich nicht, wann ich mich endgültig entscheiden muss, obwohl ich mich ja fast schon entschieden hatte. Aber wenn das Modul 3 im ZfP erfolgreich verläuft, dann ist wieder alles offen. 

Donnerstag, 3. Juni 2021

Tiefe Seele

Seit 1 Uhr wach
Geschrieben
Um 5 Uhr in der Küche getanzt 
Beth Hart "Bad Women Blues" 
Den Kopfhörer auf maximaler Lautstärke 
Wenig Bedenken wegen des nächsten Tages
Glück?
Ein kleines Abenteuer mit mir selbst 
Wenn schon das Leben so geordnet ist
Von Hoch zu Tief, vom Tief zum Hoch
Tägliches Einer- und Allerlei
Kleine Fluchten

Lass es. Stop. 

Du bist der Regisseur deines Lebensfilm
Du lebst das Leben, das du dir ausgesucht hast
Deshalb klage nicht
Ein Bereuen gibt es nicht
Große Gefühle brauchen keine große Welt 
Sondern eine tiefe Seele 



Moment

Freue dich
Da ist kein Kampf
Du hast viel geschlafen
Jetzt, 2 Uhr nachts, packt dich die Sehnsucht
Nach jugendlichem Eifer 
Versuch einer versöhnlichen Botschaft 
Kein Klagen, Jammern, Wehschrei
Kein glückliches Jauchzen
Sein
Schweben im Moment 
Das Gestern und das Morgen scheinen vergessen 
Der ruhige Augenblick jetzt zählt 
Und führt dich zum Ausdruck 
Freue dich
Kein Schmerz 
Tiefes Einatmen der Stille 
Nichteinmal Freude

Sonntag, 23. Mai 2021

Der LVPEBW - Geschichte, Themen und Haltung

 Der LVPEBW – Geschichte, Themen, Haltung

von Rainer Höflacher

Der Landesverband Psychiatrieerfahrener Baden-Württemberg e.V. wurde 1993 als Landesarbeitsgemeinschaft zunächst ohne Vereinsstatus in Heidelberg im Zuge der entstehenden Selbsthilfebewegung in der Psychiatrie gegründet. Er verstand sich als Interessenvertretung psychiatrieerfahrener Menschen in Baden-Württemberg. Mit Stand Mai 2021 hat der LVPEBW 450 Mitglieder. Er verfolgt seinen Vereinszweck mit den Mitteln der Gremienarbeit, Öffentlichkeitsarbeit, Stellungnahmen, Beratung, Vernetzungsarbeit und der Durchführung von Projekten zur seelischen Gesundheit im weitesten Sinne. Pauschal und auch projektbezogen wird der LVPEBW über die Selbsthilfeförderung der Krankenkassen und des Landes Baden-Württemberg finanziert. Seit kurzem wird versucht auch andere Finanzquellen zu erschließen. 

Die Zeit der Gründung

In der Zeit als die ersten Selbsthilfegruppen Psychiatrieerfahrener entstanden, in denen sich dann oft auch die Menschen fanden, die sich für bessere psychiatrische Hilfen und Strukturen einsetzten, entwickelte sich später auch der Partizipationsgedanke in der Psychiatrie. Von einer entsprechenden Partizipationskultur war man noch weit entfernt. In diesem Kontext entschlossen sich die Gründer des LVPEBW eine Interessenvertretung für psychiatrieerfahrene Menschen in Baden-Württemberg aufzubauen. Es gab damals kaum die Möglichkeit, dass Psychiatrieerfahrene am politischen Diskurs teilnehmen. Viele Fachleute trauten ihnen dies auch nicht zu. Anfang der 90er Jahre war die Zeit, als sich das änderte und die Psychiatrierfahrenen begannen sich selbst zu organisieren. Themen wie "Gewaltfreie Psychiatrie", "Durchsetzung von Rechten" und "Umgang mit Psychopharmaka" verbanden sie damals. Der Ton zwischen ihnen und den Fachpersonen war rauer als heute und teilweise unversöhnlich. 

Themen, die den LVPEBW begleiten

Aus dem psychiatriepolitischen Engagement der Psychiatrieerfahrenen entwickelten sich nach und nach Themen, die den LVPEBW bis heute begleiten:

Beschwerdestellen: Schon Mitte der 90er Jahre wurden die ersten Beschwerdestellen in der Psychiatrie gegründet. Die Beschwerdestelle Stuttgart war eine der ersten, wenn nicht die Erste und war lange Zeit beispielgebend für andere Beschwerdestellen, als Ort, wo psychiatrieerfahrenen Menschen dabei geholfen wird, ihre Rechte durchzusetzen, weil sie es aufgrund ihrer Einschränkungen und der Stigmatisierung psychischer Erkrankungen besonders schwer damit haben. Dies passt genau in die Agenda des LVPEBW. Der LVPEBW hatte auch großen Anteil daran, dass mit dem Psychisch-Kranke-Hilfe-Gesetz (PsychKHG) in Baden-Württemberg die unabhängigen, trialogisch besetzten Informations-, Beratungs- und Beschwerdestellen (IBB-Stellen) flächendeckend, vom Land finanziert, aufgebaut wurden. Das war aus Sicht der Psychiatrieerfahrenen ein großer Erfolg, auch wenn die IBB-Stellen nicht überall die Erwartungen an sie erfüllen. 

Krisendienste: Zusammen mit vielen Fachleuten und den Angehörigen fordert der LVPEBW schon viele Jahre, dass in Baden-Württemberg Krisendienste bzw. in ländlichen Gebieten Netzwerke der Krisenhilfe aufgebaut werden. Es ist auch heute noch eine große Schwachstelle der psychiatrischen "Versorgung", dass Menschen, vor allem außerhalb der Dienstzeiten, in Krisensituationen alleine gelassen werden und vielen nichts anderes übrig bleibt, als stationär in die psychiatrische Klinik zu gehen, ganz abgesehen davon, das das Erleben von psychischen Krisen mit großem persönlichen Leiden verbunden ist. Es scheint in Baden-Württemberg unmöglich eine angessene Finanzierung zur Beseitigung dieses Missstandes zur Verfügung zu stellen. Andere Bundesländer wie Bayern machen es uns vor, wie Krisenbegleitung sinnvoll funktionieren kann. 

Aufsuchende Hilfen: Ebenfalls eine sehr alte Forderung ist, dass vermehrt die Möglichkeit geschaffen wird, dass Unterstützung gerade auch aufsuchend im häuslichen Umfeld der Psychiatrieerfahrenen stattfindet. Vor einigen Jahren initiierte der LVPEBW, der Landesverband der Angehörigen und der Fachverband Psychiatrie des Diakonischen Werks Württemberg mit Hilfe des ZfP Südwürttemberg eine große Veranstaltung zum Thema Home Treatment, was letztendlich zur Gründung der Arbeitsgruppe Modellprojekte nach § 64b im Sozialministerium und daraus folgend zwei Projekten mit Home Treatment führte. Home Treatment trat allerdings wieder in den Hintergrund, als auf der Bundesebene die stationsäquivalente, psychiatrische Akutbehandlung (StäB) eingeführt wurde. Darauf entschloss sich der LVPEBW StäB zu unterstützen, die zwar aus der Idee und den Erfahrungen des Home Treatments entstanden ist, sich aber konzeptionell vom Home Treatment unterscheidet – und das teilweise nachteilig. Aber auch die aufsuchenden Hilfen der Sozialpsychiatrischen Dienste (SpDi) sind für den LVPEBW von großer Wichtigkeit. Wir sehen hier die Gefahr, dass durch die Stärkung der Vermittlungsfunktion des SpDi, wie es das Sozialministerium anstrebt, die bewährte aufsuchende Funktion des SpDi und die Möglichkeit von flexiblen, auch langfristigen Begleitungen geschwächt wird.

Heime: Seit langem ist es ein in der Psychiatrie präsentes Thema, dass in Pflegeheimen relativ viele junge psychisch erkrankte Menschen seien, die eigentlich in Heimen (diese heißen im SGB IX nun besondere Wohnformen) der Eingliederungshilfe wohnen sollten. Ein zweiter Missstand sei es, dass Menschen, für die kein passendes Angebot in der Gemeinde gefunden werden kann, weit von ihrem Wohnort, nicht selten in andere Bundesländer, entfernt in ein Heim ziehen müssten. Der KVJS erhebt seit Jahren in seiner Dokumentation der Gemeindepsychiatrischen Verbünde dazu Daten. Seit 2020 hat sich das Sozialministerium speziell diesem Thema verstärkt angenommen. Es werden die aus Erfahrung gewonnenen Erkenntnisse anhand von 4 Modellregionen mit Umfragedaten untersucht und Daten aus den psychiatrischen Kliniken analysiert. Dies betrifft vor allem Psychiatrieerfahrene mit komplexen Erkrankungsbildern. Die Bearbeitung der Thematik Heime ist im LVPEBW sozusagen Phasen unterworfen. Langfristig gesehen gehört sie aber auch zu den Dauerthemen.

EX-IN: Nachdem EX-IN Stuttgart, als erste EX-IN Initiative in Baden-Württemberg, vom LVPEBW 2009 zur Offenen Herberge wechselte, war EX-IN für den LVPEBW zeitweise ein untergeordnetes Thema. Obwohl EX-IN erst 2005 in Bremen und Hamburg gestartet ist, hat es in der Psychiatrielandschaft eine große Dynamik entwickelt und ist dort fast schon angekommen. Immer mehr Einrichtungen beschäftigen EX-IN-ausgebildete, bezahlte Genesungsbegleiter. Grundsätzlich ist das zu begrüßen, obwohl das durchaus auch negative Effekte hat, da immer weniger Psychiatrieerfahrene bereit sind, sich in der Interessenvertretung zu engagieren, da es dort nur in Ausnahmefällen eine finanzielle Entlohnung gibt. Zudem verbreitet sich unter Psychiatrieerfahrenen immer mehr eine materielle Orientierung, die zwar verständlich ist, aber das ehrenamtliche Engagement verdrängt. Wenn es in Zukunft weiter fast unmöglich ist, als Interessenvertreter eine Anstellung oder zumindest eine Aufwandsentschädigung zu bekommen, wird eine signifikante Weiterentwicklung auf diesem Gebiet kaum möglich sein. Was EX-IN anbelangt hat der LVPEBW ein sehr wichtiges Thema der Psychiatrie verschlafen. Es stellt sich allerdings auch die Frage, was der LVPEBW zur EX-IN-Bewegung beitragen hätte sollen? In Rheinland-Pfalz ist das Landesnetzwerk Selbsthilfe seelische Gesundheit Träger von EX-N-Kursen. Dies ist dem LVPEBW in Baden-Württemberg nicht gelungen. 

Durch EX-IN ist in der Psychiatrie eine anfangs psychiatriepolitisch unabhängige Bewegung entstanden. Es wird sich zeigen, wie sich diese in das politische Umfeld einfügt und ob sie die Interessenvertretungen schwächt, da sich hier dann immer weniger Psychiatrieerfahrene engagieren oder ob durch EX-IN neue Interessenvertreter*innen gewonnen werden können. Hier hat dann auch der LVPEBW eine Möglichkeit auf die Entwicklung von EX-IN in Baden-Württemberg Einfluss zu nehmen Aufgabe, nämlich durch Vernetzung mit den verschiedenen EX-IN-Standorten in Baden-Württemberg, die es inzwischen neben Stuttgart auch in Heidelberg, Friedrichshafen und Freiburg gibt und mit einer engeren Zusammenarbeit mit dem Landesverband EX-IN BW, der 2016 gegründet wurde. Wie das im Detail aussehen soll, ist im Moment unklar.

In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass nicht zuletzt durch EX-IN, der Recoveryansatz in Deutschland eine Renaissance erfährt. Dies zeigt sich auch in jüngster Zeit dadurch, dass in immer mehr Regionen sogenannte Recoverycolleges aufgebaut werden. Diese Entwicklung zeigt, dass in Deutschland eine bestimmte Vorstellung von Genesung und professioneller Unterstützung, die im Grunde nicht neu ist, einen Namen bekommt.

Zwei den LVPEBW prägende Menschen

Zwei Personen sind besonders zu erwähnen, wenn es darum geht weit in die Vergangenheit des LVPEBW zu blicken: Ursula Zingler, genannt Uschi, die von Beginn an bis zu ihrem überraschenden Tod im Jahr 2010 den Verein als Vorsitzende geleitet hatte. Und Karl Heinz Eßer, der von 1993 bis 2012 die Kasse des LVPEBW führte und heute noch als Ehrenvorstand mitarbeitet.

Ursula Zingler hat begleitend zu ihrer Arbeit als Korrektorin und Betriebsrätin beim Thieme Verlag für den LVPEBW Großes geleistet. Sie war lange Zeit auch im geschäftsführenden Vorstand des Bundesverbandes Psychiatrie-Erfahrener (BPE) engagiert und war bundesweit bekannt als kompetente und unermüdliche Streiterin für die Rechte psychiatrieerfahrener Menschen. Sie war eine starke Frau und scheute es auch nicht Konflikte auszutragen. Vor allem aufgrund inhaltlicher Differenzen mit dem BPE zog sie sich Ende der 2000er Jahre von der Bundesebene zurück und widmete sich seitdem ausschließlich dem LVPEW, der im Jahr 2006 den Vereinsstatus angenommen hatte, vor allem um weiterhin seine Finanzierung zu sichern. Darüber hinaus gründete Ursula Zingler schon im Jahr 1991 die Initiative Psychiatrie-Erfahrener Stuttgart, wo sie 2001 ihr Sprecheramt abgab. 10 Jahre war sie in Stuttgart als Interessenvertreterin Psychiatrieerfahrener eine feste Größe und dort aktiv in den Gremien gewesen. Sie hat 1996 die Beschwerdestelle Psychiatrie Stuttgart mitgegründet, in der sie bis zu ihrem Umzug von Esslingen nach Lauffen am Neckar mitgearbeitet hat. Ursula Zingler hat die Anliegen von Psychiatrieerfahrenen zu einem Lebensthema gemacht. Sie bezeichnete sich als Depressionserfahrene, die aus eigener Arbeit an sich selbst dauerhafte Genesung erlangt hat. Ursula Zingler wurde mit dem Bundesverdienstkreuz für ihr ehrenamtliches Engagement geehrt. 

Der zweite Mitgründer des LVPEBW, Karl Heinz Eßer, bildete mit Ursula Zingler bis zu deren Tod ein sehr wirksames Team mit großer persönlicher Verbundenheit. Karl Heinz Eßer arbeitet eher im Hintergrund, als kluger und erfahrener Berater und sicherte dem LVPEBW die Finanzen, ohne die dieser nicht in diesem Maße arbeitsfähig gewesen wäre.

Es gab viele weitere aktive Menschen, die mit den Jahren kamen und auch wieder gingen. Alle haben sie sich für den LVPEBW eingesetzt. Es sei ihnen gedankt. Genannt werden sollen hier nur die verschiedenen Vorsitzenden. Bis heute bekleideten seit Gründung folgende Personen das Amt des/der Vorsitzenden: Ursula Zingler, Klaus Laupichler, René Müller, Bernhard Dollerschell und Rainer Höflacher.

Kooperativer Partner oder streitbarer Gegener? 

Während früher eher der Kampf gegen Ungerechtigkeit und Willkür in der Psychiatrie im Vordergrund stand, entwickelte sich der LVPEBW danach mehr in Richtung der Verbesserung der psychiatrischen "Versorgung". Obwohl auch schon Ursula Zingler im Gegensatz zum BPE in vielen Fällen zur Kooperation mit dem professionellen Psychiatrie-System bereit war, verstärkte sich diese Entwicklung unter der Führung der ihr folgenden Vorsitzenden. Heute hat sich der LVPEBW für eine weitgehend kooperative Zusammenarbeit im Trialog entschieden und bringt seine Positionen als integrierter Akteur ein. Dies kann durchaus auch kritisch gesehen werden, da durch die jahrelange, gute Zusammenarbeit mit professionellen Verbänden und Fachpersonen Beziehungen, aber auch Abhängigkeiten entstehen, die auch in bestimmten Fällen verhindern können, dass konfliktträchtige Themen auch tatsächlich angesprochen werden. Immerhin decken sich die psychiatriepolitischen Ziele des LVPEBW oft mit denen der professionellen Fachverbände und der Angehörigen, so dass es häufig zur partnerschaftlichen Zusammenarbeit kommt. Gemeinsam, im Trialog, versuchen die Verbände neue Konzepte und Behandlungsformen gegenüber dem in Teilen noch in Tradition und Gewöhnung verhafteten psychiatrischen Hilfesystem durchzusetzen. Es ist den führenden Personen im LVPEBW zuzurechnen, aber auch einer Psychiatrie, die ihren Schrecken von früher immer mehr verliert, dass die Haltung und das Verhalten des LVPEBW milder geworden ist. Manche bedauern dies, da der LVPEBW inzwischen wohl als weniger streitbar wahrgenommen wird. Ohne Konfliktscheu und mit Streitbarkeit gegen Missstände anzugehen, braucht es in der Psychiatrie ohne Zweifel immer noch. Es könnte auch sein, dass der LVPEBW aufgrund mangelnder Konflikbereitschaft, wichtige Themen nicht ausreichend voranbringt oder gar nicht erst aufgreift. Das Thema "Zwang und Gewalt" ist ein gutes Beispiel dafür. Nachdem es hier große inhaltliche Konflikte gab, mit zum Teil heftigen Kränkungen auch auf der persönlichen Ebene, hat sich der LVPEBW erst mal von diesem für die Psychiatrie so wichtigen Thema zurückgezogen. Man wird sehen, wie es sich darstellt, wenn neue Personen beim LVPEBW in die Leitung kommen. 

Als ein Ergebnis dieser Umorientierung des LVPEBW ist dieser heute gut vernetzt auf Landesebene, ist als Interessenvertretung anerkannt und gefragt, seine Stellungnahmen werden in der Regel gehört und ernst genommen. Die Philosophie des LVPEBW ist es, durch ein konstruktives Miteinander und nicht durch ein Gegeneinander seine Positionen durchzusetzen. Diese Strategie ist durchaus immer wieder auch reflektionswürdig, aber sie entspricht der Mentalität der Verantwortlichen im LVPEBW und ist somit konsequent. 

Der LVPEBW und die Bundesebene

Diese Entwicklung im LVPEBW führte auch letztendlich zum endgültigen Zerwürfnis mit dem BPE. Immer schon bestand ein Konflikt zwischen der fundamentalistischen Sicht des BPE und der eher gemäßigten Position des LVPEBW. Dieser Konflikt eskalierte, als in Baden-Württemberg damit begonnen wurde ein Psychisch-Kranke-Hilfegesetz (PsychKHG) auf den Weg zu bringen, das dann 2015 in Kraft trat. Um seine politischen Ziele durchzusetzen, gründete der BPE im Vorfeld in Baden-Württemberg eine Landesarbeitsgemeinschaft Psychiatrie-Erfahrener Baden-Württemberg, um auf die Ausgestaltung des neuen Gesetzes Einfluss zu nehmen, betrieb also eine Spaltung. Diese LAG verschwand aber wieder aus der Psychiatrielandschaft, als das PsychKHG fertiggestellt war. Es kam auch zu mehreren unschönen Szenen in Veranstaltungen, wo Mitglieder des BPE deren Ablauf störten. Dieses Auftreten hatte beim Landespsychiatrietag 2015 wohl seinen Höhepunkt, als sogar der Sozialminister versuchte den Streit zu schlichten.

Als dann der damalige Vorsitzende und sein Geschäftsführer öffentlich äußerten, dass eine Zwangsbehandlung als ultima ratio im Einzelfall sinnvoll sein kann, wurden die beiden aus dem BPE ausgeschlossen, weil dies als eine für den BPE vereinsschädliche Äußerung interpretiert wurde. Daraufhin kündigte der LVPEBW seinen Sitz im erweiterten Vorstand des BPE und machte sich vollständig unabhängig vom ihm. Heute bestehen mit dem BPE keinerlei Kontakte mehr und es ist im Vorstand des LVPEBW nicht einmal bekannt, ob sich der BPE seitdem in seiner politischen Haltung und seinem Handeln verändert hat. Derzeit gibt es seitens des LVPEBW keine Bestrebungen wieder auf den BPE zuzugehen, obwohl die frühere Arbeit des BPE nicht grundsätzlich und ausschließlich als schlecht angesehen wird.

Da auch in anderen Bundesländern die psychiatrische Selbsthilfe-Szene nicht überall mit der Entwicklung im BPE einverstanden war und den professionellen Fachverbänden vermehrt Ansprechpartner für bestimmte Themen fehlten, gründete sich im Jahr 2016  als Alternative zum BPE das Bundesnetzwerk Selbsthilfe seelische Gesundheit, kurz NetzG genannt. NetzG wird stark von dem politisch einflussreichen Verein Aktion psychisch Kranke (APK) unterstützt. Zeitweise war der damalige Geschäftsführer des LVPEBW dort Vorstandsmitglied. Heute ist der LVPEBW Mitglied bei NetzG und es bestehen dorthin gute Kontakte. Somit hat der LVPEBW über NetzG auch die Möglichkeit auf Themen des Bundes Einfluss zu nehmen.

Der LVPEBW als Dach von Selbsthilfegruppen

Bis 2018 standen auf der Website des LVPEBW ca. 40 Selbsthilfegruppen als dem LVPEBW zugeordnet. Leider wurde versäumt den Kontakt zur Basis systematisch zu pflegen und am Leben zu erhalten. Als dann die Krankenkassen für ihre finanzielle Förderung forderten, dass Beiträge erhoben werden müssen – bis dahin war die Mitgliedschaft im LVPEBW kostenfrei, wurde ein Mitgliedsbeitrag für Selbsthilfegruppen erhoben. Einzelpersonen können nach wie vor kostenfrei beim LVPEBW Mitglied sein. Bisher waren die Selbsthilfegruppen mit dem LVPEBW nur lose verbunden. Als diese reguläre Mitglieder mit Mitgliedsbeitrag werden mussten, reduzierte sich deren Anzahl erheblich, obwohl die Selbsthilfegruppen den Mitgliedsbeitrag über ihre Pauschalfinanzierung durch die Krankenkassen wieder zurückerstattet bekommen hätten.

Auch heute noch ist der Kontakt zu den lokalen Selbsthilfegruppen sehr verbesserungswürdig. Email- und Telefonaktionen, um neue Selbsthilfegruppen zu werben, verliefen erfolglos. Im Vorstand gibt es sehr unterschiedliches Wissen um die Menschen in den Selbsthilfegruppen vor Ort, das dem Gesamtvorstand nicht zur Verfügung steht. Eine schriftliche Fixierung wäre hier wichtig, damit dieses Wissen mit dem Wechsel von Personen im Vorstand nicht verloren geht.

Vereinskrise von 2013 bis 2015

Schon in der Ära Zingler gab es immer wieder Streit innerhalb des Vorstandes oder auch mit einigen Mitgliedern. Die Differenzen entstanden durch persönliche Unverträglichkeiten und weil die betreffenden Personen die Psychiatrie als Gegner, ja teilweise sogar als Feind sahen. Obwohl der LVPEBW damals durchaus auch aggressiv seine Positionen vertrat, gingen Ursula Zingler diese extrem antipsychiatrischen Überzeugungen zu weit. Sie zeigte hier viel Durchhaltevermögen und überstand alle Konflikte. Kurz nach ihrem Tod spitzte sich ein Streit im Vorstand zu einer handfesten Vereinskrise zu. Es entstanden zwei Lager, die sich unschön bekämpften. Beide Seiten machten in der Art und Weise, wie der Konflikt geführt wurde Fehler. Es wurden Kooperationspartner in den Streit mit hineingezogen bis hin zum Sozialministerium. Erst als sich zwei wichtige Gegenspieler des Streites zurückzogen, beruhigte sich die Situation. Als Ergebnis des langjährigen Entwicklungsprozesses im LVPEBW kann festgestellt werden, dass sich die eher konfliktbereiten und lauten Mitglieder sich nach und nach aus dem LVPEBW zurückzogen. 

Projekt Engagierte gewinnen

Im Jahr 2018 war die Situation dann so, dass der Vorstand harmonisch und erfolgreich zusammenarbeitete, dass es aber nur noch wenige Mitglieder gab, die sich ergänzend zum Vorstand intensiv im Verband engagierten. Als Konsequenz darauf startet der LVPEBW das Projekt "Engagierte gewinnen", in dem systematisch daran gearbeitet wurde, dass die Arbeit des Vorstandes auch wieder durch weitere aktive Mitglieder mitgetragen wird. Nachdem vorher der Versuch der Einführung eines Beraterkreises und danach der Aufbau einer Aktivengruppe gescheitert war, war die Hoffnung, mit diesem Projekt Erfolg zu haben nicht uneingeschränkt. Aber heute, mit Stand 2021, zeigt sich erste positive Wirkung, die Zuversicht aufkommen lässt. Mit der Entscheidung des Vorstandes, auch andere Menschen in Gremien zu delegieren, sind diesbezüglich jetzt schon einige Vereinsmitglieder an die Stelle der Vorstände getreten. Zudem konnte über eine große Werbeaktion ein Engagiertenverteiler mit 20 Mitgliedern aufgebaut werden, die alle zusagten Interesse an einer Mitarbeit im LVPEBW zu haben. Darunter sind Menschen, bei denen sich jetzt schon herausragende Kompetenzen zeigen. Wenn es gelänge, dass diese weitere Aufgaben im LVPEBW übernehmen, dann wäre dies für den LVPEBW ein weiterer großer Schritt vorwärts.

Es zeigte sich aber auch, dass das vermehrte Einbinden von Menschen in die Vorstandsarbeit, mit einem größeren Aufwand für die beiden Vorsitzenden verbunden ist. Neben der inhaltlichen Arbeit an Themen und der Vernetzungsarbeit mit anderen Verbänden, kommt nun die Aufgabe auf die Vorstände zu, den neuen Engagierten unterstützend zur Seite zu stehen. Ziel muss es sein, dass die Engagierten selbstständiger und eigenverantwortlicher mitarbeiten. Dies braucht aber Zeit und Geduld auf Seiten des Vorstandes. Optimal wäre es, wenn sich unter den Engagierten Eigeninitiative entwickeln würde und Themen eigenständig vorangebracht werden würden. Wobei sich der Vorstand seiner Verantwortung und seiner Verpflichtung zur Zusammenarbeit und inhaltlichen Koordination selbstverständlich nicht entziehen will. Es gilt die Regel Verantwortung da abzugeben, wo es möglich ist, nicht zuletzt, weil die Einbeziehung in Verantwortung zu einer höheren Motivation und Identifikation der Mitglieder führen kann. Dazu gehört aber auch gegenseitiges Vertrauen, denn letztendlich ist es der geschäftsführende Vorstand, der die übergeordnete Haftung übernimmt. 

In diesem Zusammenhang ist auch zu reflektieren, ob wir im LVPEBW auch eine gute Kultur der Wertschätzung für ehrenamtliche Mitarbeit haben. Es wäre eine Überlegung wert, diese ganz konkret vermehrt zu würdigen. Sei es zum Beispiel über kleine Geschenke oder durch die Organisation eines jährlichen Engagiertenfestes. Bestimmt gibt es hierfür auch noch andere gute Ideen. 

Kontakt zur Presse und Politik

Zwei weitere Schwachstellen wurden erst jetzt im LVPEBW angegangen. Bisher gab es im LVPEBW außer über das Sozialministerium keine Kontakte zur Politik und Pressearbeit fand nicht statt, außer dass gelegentlich Artikel für Fachzeitschriften oder Buchbeiträge veröffentlicht wurden. Ein Mitglied des Engagiertenverteilers überlies uns nun freundlicherweise seine Mailverteiler zu für uns relevanten Parteipolitikern und einen relativ großen Presseverteiler, sodass wir schon mit zwei Stellungnahmen diese Personenkreise kontaktieren konnten. Dies ist der erst Schritt hin zur eigenständigen Kontaktaufnahme zu Politikern, die unsere Themen transportieren und unterstützen könnten, und zur Presse, um zu größerer öffentlicher Aufmerksamkeit und mehr Wirksamkeit unserer Stellungnahmen zu kommen.

Der LVPEBW und die Angehörigen 

Anders als in vielen anderen Bundesländern verbindet in Baden-Württemberg die Psychiatrieerfahrenen mit den Angehörigen eine lange Tradition von guter Zusammenarbeit. Obwohl es durchaus unterschiedliche Sichtweisen im LVPEBW und dem Landesverband der Angehörigen gibt, wie zum Beispiel bei der Bewertung von Zwang und Gewalt in der Psychiatrie, oder bei der Einschätzung mit dem Umgang mit Psychopharmaka, so führte dies nie zu ernsthaften Konflikten. Man kann die unterschiedlichen Positionen stehen lassen und sich auf die anderen zahlreichen Themen konzentrieren, bei denen eine Zusammenarbeit besser möglich ist. Immer wieder verfassten der LVPEBW und der LVBWApK gemeinsame Stellungnahmen und planen jetzt sogar das gemeinsame Projekt IPAGs mit einem Volumen von 280.000 €, das beide Verbände vor eine große Herausforderung stellt, sollte der Förderantrag angenommen werden. 

Das Projekt IPAGs

IPAGs ist die Abkürzung für "Interessenvertretung Psychiatrieerfahrener und Angehöriger im Gemeindepsychiatrischen Verbund stärken". Mit diesem Projekt wurde im LVPEBW Neuland beschritten. Zum ersten Mal wird eine Finanzierung außerhalb der üblichen Selbsthilfeförderung angestrebt. Jetzt schon wurde das Vorprojekt IPAGs aus Landesmitteln gefördert und ein Antrag auf Projektförderung wurde bei Aktion Mensch gestellt. Aber auch von den Beteiligten her ergibt sich ein Novum. Es handelt sich um eine verbindliche Zusammenarbeit mit dem Landesverband der Angehörigen mit der Unterstützung von zwei Psychiatrie-Fachpersonen in der AG Partizipation. Dies kann gut als Vorbild für weitere solche oder ähnliche Vorhaben dienen. 

Ein Verband für alle

Alles ist im Fluss. War Anfang der 90er Jahre die Bezeichnung Psychiatrie-Erfahrene*r noch ein Fortschritt, weil dadurch nur die Erfahrung mit der Psychiatrie benannt und keine Krankheit oder Diagnose zugeschrieben wird, so wird heute festgestellt, dass das Wort Psychiatrie-Erfahrener im Vereinsnamen manche Menschen abschreckt, die in ambulanter psychiatrischer Behandlung oder Patient*in in einer psychosomatischen Klinik waren. Gerade diese Menschen aber könnten oft viel Energie und Wissen beim LVPEBW einbringen. Auch meinen nicht selten Menschen, die Erfahrungen mit seelischen Krisen haben, dass sie sich beim LVPEBW nur einbringen können, wenn sie Erfahrungen in der stationären Psychiatrie gemacht haben. Es ist eine grundlegende Entscheidung, ob sich der LVPEBW für alle seelisch erschütterte Menschen zuständig fühlt, oder nach wie vor für psychiatrieerfahrene. Dies muss gut überlegt sein und breit auch mit den Mitgliedern diskutiert werden.

Namensgebung des LVPEBW 

Deshalb stellt sich auch die Frage, ob der Vereinsname Landesverband Psychiatrie-Erfahrener Baden-Württemberg noch zeitgemäß ist? Der Landesverband Psychiatrie-Erfahrener Rheinland-Pfalz (LVPE RLP) hat sich seit ein paar Jahren in Landesnetzwerk Selbsthilfe seelische Gesundheit Rheinland-Pfalz (NetzG RLP) umbenannt. Allerdings bestehen hier auch starke Personalunionen zu NetzG Bundesnetzwerk. Soll sich der LVPEBW Landesnetzwerk seelische Gesundheit Baden-Württemberg (NetzG BW) nennen? Dadurch würde eine große Nähe zum NetzG Bundesnetzwerk und vielleicht sogar eine vermeintliche Abhängigkeit davon nach außen signalisiert. Will man das? Auf jeden Fall muss eine Namensänderung gut geplant sein und die Mitglieder müssen einbezogen werden. 

"Bei den Schwächsten beginnen" 

Einerseits wäre es an der Zeit, dass sich der LVPEBW der Entwicklung anpasst und alle Menschen mit Erfahrungen mit seelischen Krisen als Zielgruppe anspricht - auch die, die sich nicht von der Bezeichnung Psychiatrieerfahrene*r angesprochen fühlen. Andererseits wäre das vielleicht eine Abkehr von dem Bekenntnis, sich vor allem für die schwer psychisch erkrankten Menschen einzusetzen, nach dem Leitsatz des bekannten Sozialpsychiaters Klaus Dörner "Bei den Schwächsten mit der Unterstützung beginnen". Wenn man ehrlich ist, ist dieser Gedanke beim LVPEBW sowieso nicht mehr sehr präsent. Die Hochschwelligkeit der psychiatriepolitischen Arbeit setzt leider einen relativ fortgeschrittenen Genesungsweg der Akteure voraus, sodass die Gefahr für die politisch Aktiven besteht, sich von den schwer psychisch erkrankten Menschen zu entfernen. Somit muss es das Ziel sein, sich immer wieder zu vergegenwärtigen, dass schwer psychisch belastete Menschen häufig zu wenig Unterstützung bekommen, durch das Netz der Hilfen fallen und besonders auf eine gute Selbstvertretung angewiesen sind. Leider ist es so, dass die Selbsthilfe nur selten Kontakt zu den Schwächsten bekommt, da es diesen in der Regel nicht gelingt an Selbsthilfegruppen teilzunehmen. Vielleicht könnten hier unter anderem über die IBB-Stellen, EX-IN-Genesungsbegleiter, Sozialpsychiatrischen Dienste und das Betreute Wohnen Kontakte aufgebaut werden, die zur Vermittlung dieses Personenkreises in Selbsthilfegruppen führen. Es kommt häufig vor, dass schwer psychisch erkrankte Menschen nur noch Kontakt zu ihren professionellen Begleitern oder Behandlern haben und/oder isoliert und ausgegrenzt bei ihren Angehörigen leben. 

Partizipation 

Ein weiterer Ansatzpunkt dieser Problematik entgegenzuwirken, ist die Psychiatriefachpersonen dazu zu bringen, es mit Partizipation ernst zu nehmen und auf die persönlichen Gegebenheiten und Voraussetzungen der Interessenvertreter*innen einzugehen, soweit es die Komplexität der Thematik zulässt. Das ist auch ein Ziel des oben erwähnten Projektes IPAGs. Aber auch für die Leitung des LVPEBW ist dies relevant, da hier Partizipation gegenüber den Mitgliedern vorgelebt werden sollte. 

Menschlicher Umgang 

Der LVPEBW blickt inzwischen auf eine 28jährige Geschichte zurück. Sehr viel ist in dieser Zeit passiert. Leider gibt es kein gut gepflegtes Archiv, sodass vieles in Vergessenheit geraten ist. Weiter wird es ein Ziel bleiben, sich weiter zu professionalisieren, was sich auch in der finanziellen Anerkennung der Mitarbeitenden ausdrücken soll. Letztendlich gilt aber die Regel "Arbeit soll uns gut tun", vor allem das Ehrenamt. Das setzt eine Zusammenarbeit voraus, bei der wertschätzend und wohlwollend miteinander umgegangen wird. Diese Prämisse sollte über allem stehen, denn vor dem politischen Erfolg steht die Wahl der Mittel und die sollten nach innen und nach außen von Menschlichkeit bestimmt sein. Wenn das gelingt, kann man für den LVPEBW optimistisch in die Zukunft blicken.

Perspektiven inhaltlicher Art

Wie könnte jetzt also inhaltlich im LVPEBW weitergehen, vorausgesetzt in der Leitung des Vereins gib es keine wesentlichen personellen Veränderungen?

Sicherlich werden den LVPEBW die oben genannten Themen weit beschäftigen. In jüngster Zeit sind noch Themen dazu gekommen. Hier sollen nur 2 genannt sein, die auch eine längere Laufzeit im LVPEBW haben werden:

Seit einigen Jahre hat sich der LVPEBW des Themas Recovery angenommen. Der LVPEBW hat erkannt, dass mit der Umsetzung des Recoverykonzeptes die Art und die Qualität von Behandlung und Begleitung grundlegend verändert werden kann. Deswegen versucht der LVPEBW den Recoveryansatz breit und umfänglich in Baden-Württemberg zu fördern und innerhalb seiner Möglichkeiten umzusetzen. Zwei Vorstände sind auch maßgeblich am Aufbau der Recoverycolleges in Stuttgart und Freiburg beteiligt. Dieses Engagement wird im LVPEBW fortgesetzt werden.

Das Projekt IPAGs (=Interessenvertretung Psychiatrieerfahrener und Angehöriger im Gemeindepsychiatrischen Verbund stärken) ist eine Herausforderung und zugleich eine große Chance für den LVPEBW im großen Umfang ein ihm nahestehendes, ursprüngliches Thema anzugehen. Sollte der Antrag bei Aktion Mensch bewilligt werden, wird es sich zeigen, ob der LVPEBW zusammen mit dem Landesverband der Angehörigen ein Projekt in dieser Größenordnung angehen kann. Das würde alles an finanzieller Verantwortung bisher Dagewesene übersteigen. Es wäre schade, wenn die jahrelange Vorbereitung des Projektes nicht das gewünschte Ziel in geplanter Weise erreichen würde und mit weitaus weniger Ressourcen weiterverfolgt werden müsste.

Seitdem es am 30.12.2016 in Kraft getreten ist, ist das Bundesteilhabegesetz (BTHG), das am 1. Januar 2023 seine Wirkung verliert und dann vollständig ins SGB IX übergeht, das beherrschende Thema in der Behindertenhilfe. Obwohl beim LVPEBW derzeit ein Mitglied auf höchster Ebene im Sozialministerium in den Entwicklungsprozess eingebunden ist, ist es dem LVPEBW nicht gelungen, dieses Thema angemessen in seiner Agenda zu würdigen. Dass in der Leitung zum Großteil kein Detailwissen zum BTHG vorliegt, ist ein Schwachpunkt. Allerdings ist es durch die Komplexität der Thematik und aufgrund der ständigen Veränderungen im Prozess sehr schwer hier am Ball zu bleiben. Es braucht zu viel Zeit dabei auf dem Laufenden zu bleiben, als dass dies neben den anderen Aufgaben im LVPEBW zu bewältigen wäre. Die Gefahr ist groß, dass dabei die Motivation verloren geht.

Perspektiven Organisationsentwicklung

Weiteres Verbessrungspotential im LVPEBW liegt darin, sich intensiver mit der Organisationsentwicklung des Vereins zu beschäftigen. Es scheint, dass die Aktivitäten des LVPEBW sich eher am Einzelfall ergeben, zu reaktiv sind und ein übergeordneter Plan fehlt. Immer wieder wurden Versuche gemacht entsprechende Übersichten zu entwickeln, aber sie wurden nie ausreichend im Vorstand diskutiert und hatten auf die gegenwärtige Arbeit keinen Einfluss. Es wäre wichtig, hier in Zukunft einen weiteren Schwerpunkt zu setzen, um die Themen, Gremienarbeit und Projekte im LVPEBW zu ordnen, die Zuständigkeiten zu klären und zu eher zu einer übergreifenden und längerfristigen Strategie zu kommen. Aufgrund der zahlreichen Themen die im LVPEBW bearbeitet werden, kommen grundsätzliche, planerische und organisatorische Aspekte seit langem zu kurz. Die Vorstände sollten ihren aktuellen Arbeitsaufwand reduzieren und sich gemeinsam auch Zeit nehmen würden für die Reflexion ihrer Arbeit. Somit könnten neue Organisationsstrukturen geschaffen, umgesetzt werden und ein längerfristig geplantes Vorgehen erreicht werden. Dazu wäre es sehr vorteilhaft, externe Beratung durch entsprechende Spezialisten einzuholen.

Fazit

Man sieht, vieles ist passiert im LVPEBW in fast 30 Jahren. Viele Themen sind in Bearbeitung. Der LVPEBW ist ein anerkannter Akteur in der Psychiatriepolitik auf Landesebene geworden, der durchaus einen gewissen Einfluss auf das Geschehen auf Landesebene hat. Aber es ist abzusehen, dass es im LVPEBW wieder Rückschritte geben wird, wenn es nicht gelingt mehr Menschen einzubinden, die sich im LVPEBW engagieren. Da schließe ich Psychiatrie-Fachpersonen mit ein, da es zum Beispiel das Projekt IPAGs gut zeigt, wie fruchtbar und hilfreich es sein kann aktive Fachleute bei komplexen Aufgabenstellungen an der Seite zu haben. Man kann sagen, dass der LVPEBW diesbezüglich derzeit so erfolgreich ist, wie seit Jahren nicht mehr. Es wird sich zeigen, ob es uns gelingt mit genügend Energie und Zeit diesen Weg weiter zu gehen. 

Mit möglichst hoher Priorität muss dieses Ziel verfolgt werden, dann hat der LVPEBW gute Chancen noch mehr Einfluss auf die Entwicklung der Psychiatrie in Baden-Württemberg Einfluss zu nehmen, um somit sein eigentliches Anliegen zu verwirklichen: Die Situation und die Befindlichkeit von psychiatrieerfahrenen Menschen zu verbessern.

Rainer Höflacher im Juni 2021



Die Anderen werden es schon richten oder der Spiegel im Bad

"Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral" 
Berthold Brecht
Noch können wir uns unsere Moral erlauben 
Noch leben wir sicher im Frieden 
Zumindest ein großer Teil der Bevölkerung 
Was wird, wenn sich die Klimaflüchtlinge auf den Weg machen? 
Was wird, wenn der Kampf ums Wasser bei uns ankommt? 
Was wird dann aus unseren humanistischen Werten? 
Der Abstand zwischen arm und reich wächst beständig
Ich gehöre in Deutschland nicht zu den Reichen
Aber global gesehen schon
Ich spüre heute schon die dunklen Seiten in mir
Gedeckelt von Kultur und Christ sein wollen 
Wir werden uns unseren Reichtum nicht wegnehmen lassen 
Es gibt andere Mittel als auf Flüchtlinge zu schießen
Noch
Die Unerschütterlichen werden weniger werden 
Manche werden ihr Leben für Humanismus und Gerechtigkeit geben 
Wieviel Mut werde ich dann haben? 
Sehr optimistisch bin ich nicht
Mein Leben ist in Watte gepackt 
Genug
Nehme jetzt meinen Kindle und lese noch einwenig
Versuche wenigstens heute ohne Süßigkeiten auszukommen, weil ich nicht weiter zunehmen will 
Und mache morgen weiter wie gestern 
Die Anderen werden es schon für mich richten 
Wie bisher auch
Und noch mehr profitieren als ich
Gut, dass ich in Deutschland lebe 
Den Spiegel im Bad muss ich eben aushalten 






Sonntag, 16. Mai 2021

"Sowohl als auch" statt "entweder oder"

"Sowohl als auch" statt "entweder oder"
Das scheint mir eine Lebensmaxime zu sein, die sich auf sehr viele Bereiche übertragen lässt. Sei es im politischen Diskurs, in Beziehungen und im Wettstreit der Glaubensmodelle. Leider hat das Leben nach diesem Motto den Nachteil, dass es sehr schwer ist, eine eigene, eindeutige Haltung zu finden. Ich muss trotz allem mehr aufpassen, mich nicht von klugen Menschen zu sehr beeinflussen zu lassen. Sagt der Eine etwas Kluges, gebe ich im Recht und wenn dann der Nächste kommt, gebe ich dem dann auch Recht. Unabhängig von der Qualität meiner Argumentation sollte ich mein Eigenes schaffen. Schon offen für Neues und bereit neue Ideen einzubauen, aber trotzdem einen eigenen, mehr oder weniger festen Standpunkt zu entwickeln. Mein Bauch sagt mir, dass es Gott gibt und dass ich Christ sein will. Und im Prinzip weiß ich ja, was das für mich bedeutet. Hat mich meine Mütter doch gut christlich erzogen. Da ist ss dann doch nebensächlich, ob sich die Wissenschaft mit der Bibel vereinbaren lässt oder nicht. Ja sogar ob Jesus jetzt auferstanden ist oder nicht. Die Grundaussagen der Bibel bzw. von Jesus sind für mich klar, auch wenn Jesus inzwischen nicht mehr exakt meinem Ideal entspricht. Er ist mir Andersgläubigen gegenüber zu hart und zu unnachgiebig. Das ist mir jetzt erst durch das Bibellesen mit Eberhard klar geworden. Auch sein großer Wunsch, dass sein Wort sich überall verbreiten soll, ist mit Vorsicht zu genießen. Sehr schnell ist man da beim Überreden und nicht mehr beim Vorleben. Dieser Außschließlichkeitsansprung des Christentums, Islam und Judentum gefällt mir gar nicht. Da gefällt mir Frau Pfarrerin Schäfers Bild doch sehr viel besser, dass die Gedankengebäude durchlässig sind und sich gegenseitig beeinflussen. Dass die Religionen auch im Hinblick auf andere Religionen in Bewegung sind. Wenn Christ sein das zulässt, dann bin ich gerne Christ. Als. mir ein Pfarrer mal sagte, dass der Weg zu Gott nur über das Kreuz geht, hat mir das gar nicht gefallen. Mein Weg geht über Jesus zu Gott und dem heiligen Geist - Trinität hin oder her. Aber viele Millionen von Moslems gehen nicht alle in die Irre. Da sind viele Menschen dabei, die mit Allah ein vorbildliches Leben führen. Da bin ich mir ziemlich sicher.

Ich weiß ja nicht, wie ich denke und fühle, wenn bei mir der Tod offensichtlich vor der Tür steht, obwohl dieser ja schneller kommen kann, als man denkt, aber derzeit brauche ich nicht die Vorstellung, dass es nach dem Leben genauso weitergeht, wie es die Bibel sagt. Selbst die Vorstellung, dass es nicht weitergeht nach dem Tod schreckt mich nicht wirklich. Irgendwie finde ich es einleuchtend, dass es weitergeht, weil ich mir gut vorstellen kann, dass das Geistige im Menschen nicht verloren geht, dass er sich ein ganzes Leben erarbeitet hat oder sogar darüber hinaus. Eine fleischliche Auferstehung mit einer "Regierung" im Himmel daran glaube ich nicht. Das ist mir zu einfach und zu menschlich gedacht. Das Göttliche ist für mich geistiger und richtet sich meines Erachtens nicht nur nach den Maßstäben und Vorstellungen des Menschen, sondern ist universeller und abstrakter.

Allerdings glaube ich an Wunder, das heißt, dass die Kausalitätsketten an die die Wissenschaft glaubt durch Gott durchbrochen werden können. Wenn ein Wissenschaftler forscht muss er im Rahmen seiner Forschung grundsätzlich von Kausalität ausgehen, sonst fehlen ihm die Naturgesetze, die er benötigt, um Experimente und Vorhersagen zu machen. Trotzdem kann er quasi im gedanklichen Hintergrund an Gott und Wunder glauben, auch wenn er nicht unterscheiden kann, ob das jetzt ein Wunder ist oder nur mit seinen wissenschaftlichen Werkzeugen noch nicht zu erklären isr. Dafür braucht es gedankliche Disziplin, aber es ist möglich, was von einigen Wissenschaftlern auch bewiesen wird.

Ob allerdings die Bibel als naturwissenschaftliche Erklärung der Welt in vollem Ausmaß Gütigkeit hat, wage ich zu bezweifeln. Sicher war und ist sie in dieser Hinsicht eine Hilfe, aber sie irrt auch. Zum Beispiel braucht es viel Auslegungsarbeit der Bibel ein heliozentrisches Weltbild abzuringen, wird doch klar von einem Fundament gesprochen, auf dem die Erde ruhen soll. Nicht zuletzt deswegen hat die Kirche jahrhundertelang auf dem geozentrischen Weltbild bestanden - und weil man sich ein heliozentrisches nicht vorstellen konnte.

Ich glaube auch, dass Gott die Welt erschaffen hat. Es ist für mich sehr unwahrscheinlich, dass die Naturgesetze einfach so per Zufall entstanden sind. Es kann durchaus sein, dass die Evolutionstheorie trotzdem ihre Gültigkeit hat, auch wenn man noch lange nichr alles mit ihr erklären kann. Zum Beispiel der Übergang von der Materie zum Leben ist auch heute noch ein großes Rätsel. Aber solange wir keine bessere und vernünftigere Theorie haben, werden wir wohl daran glauben müssen. 

Mittwoch, 12. Mai 2021

Eigentlich unbeschreiblich

Der Unbedeutsamkeit entfliehen
Etwas Besonderes sein wollen
Zugang zu jenen Welten finden
Ohne wahnsinnig zu werden
Manchmal, selten, die Gewissheit dazu zu gehören
Teil des universellen Geistes zu sein
Große Kämpfe zusammen mit großen Mächten führen
Aber auch großen Frieden empfangen 

Über das Menschsein hinauswachsen
Allein das große Potential des eigenen Bewusstseins spüren dürfen

Keine Euphorie, kein strahlendes Glück 
Aber wissen darum, dass da eine Dimension ist
In der ich einen sinmvollen Platz einnehme
Wo ich gebraucht werde
Um mich zu verbinden mit den kosmischen Energien
Um das Gute zu retten 

Kein kompliziertes Denken
Keine Gedankengebäude
Gott erfahren
Gott sein
Mit all den Anderen

Und dann zurück in den Alltag 
Ohne das Wesentliche mitzunehmen 

Der Wunsch mit 25 in Stuttgart eine Oase zu gründen 
In der Stadt des Mammons
Der Wunsch mit 40 eine Gemeinschaft zu gründen 
Der Wunsch Teil einer großen Familie zu sein
Mit den Jahren sich verflüchtigt
Das Charisma hat sich in Routine verwandelt 
Mit 60 eine Rückkehr? 

Der Unbedeutsamkeit entfliehen 
Und trotzdem nur ein Teil sein

Wach auf und gehe deinen Weg 
Der ein neuer alter ist
Um Gott zu erfahren 
Um Gott zu sein
Mit all den Anderen 




Dienstag, 11. Mai 2021

Die Vögel zwitschern

Einsam brennt eine Lampe an meinem Bett
Draußen ist es noch Nacht 
Noch nicht mal Dämmerung
Liege im Bett mit dem Smartphone in der Hand und schreibe schon lange
Und plötzlich bemerke ich es
Ich höre, wie mich die Vögel mit ihrem Zwitschern zum neuen Tag begrüßen
Ich freue mich darüber 
Und kurz denke ich: wie lange noch? 
Werden die Kinder das auch noch erleben, wenn sie in meinem Alter sind?
Ich schiebe den Gedanken weg
Keine Lust auf Weltuntergang
Es ist kurz nach 5 Uhr 
Und ich fühle mich so gut, wie lange nicht mehr
Gedanken erfüllen mich und ich schreibe sie nieder
Was gibt es Schöneres?
Und die Vögel zwitschern immer noch... 

An die Mutter

Du hast viel für mich getan
Du hast mich geboren 
Und in schweren Zeiten vielleicht vor dem Untergang gerettet
Aber du hast mir auch nicht wenig geschadet
Deine übergroße Fürsorge
Dein laisser-faire in vielen Dingen
Machte mich bis heute unselbstständig
Das zeigt sich heute in einem großen Widerwillen den täglichen Pflichten gegenüber 
Und mit deinen letzten Lebensjahren wurde mir klar
Dass deine Fürsorge auch Ausübung von Macht war
Mich nicht loslassen können
Du hast mich mit deiner Art von Liebe verwöhnt und zugleich klein gehalten 
Vielleicht war deswegen das Leben gut zu mir
Obwohl ich auch viel gelitten habe und auch heute immer noch leide
Aber es waren immer Mensche da, die mich unterstützt haben, wenn ich es nötig hatte
Das liegt auch an dir - und mir
Einen unschätzbares Geschenk hast du mir gemacht:
Du hast mir einen fast unerschütterlichen Glauben an Gott mitgegeben
Jenseits des Denkens verinnerlicht 
Nicht dass du den Glauben auf den Lippen gehabt hast
Aber wie du deinen Glauben lebtest war mir immer ein Vorbild 
Auch wenn du in deinen letzten Lebensjahren dich weit von Gott entfernt hast
Aber ich bin mir sicher, dass du jetzt bei ihm einen guten Platz gefunden hast 
Danke, dass ich wegen dir und Vater leben darf


Samstag, 8. Mai 2021

Du lebst!

So schwer, sich sein zu lassen
Nicht den Blick richten auf das Schlechte 
Auf das was nach Änderung verlangt
Auf das was sein sollte 
Sondern sehen, was gelingt 
Das Schöne, das immer auch gegeben 

Raus aus dem Klagemodus
Eine Ende mit dem Jammern
Sicher nicht von Heute auf Morgen 
Aber die Richtung stimmt

Sinnvolle Veränderung geschieht immer über das Annehmen

Gib den Mut nicht auf 
Sei zuversichtlich 
Du lebst 
Und Leben ist pendeln zwischen Hoch und Tief

Im tiefsten Tief gibt es ein Weniger und Mehr
Eine zeitlang muss das genügen 

Dankbarkeit als Weg zum Seelenfrieden






Schlaflosigkeit und Entscheidungsanalyse

Fast 5 Uhr. Noch keine Minute geschlafen. Macht es noch Sinn nach Schlaf zu streben. Licht aus und sich beherrschen nicht das Licht gleich w...