Samstag, 5. Januar 2019

Sein - Momentaufnahme Sonntagmorgen

Kaum geschlafen
Schwarzes Fenster und Stille
Ich gehe leicht benommen in die Küche
Auch hier die Stille eines Sonntagmorgen
Das Blubbern der Kaffeemaschine belebt die Wohnung
Der Schlafmangel macht mich schwindelig
Dann wieder kein Laut
Außer dem leisen Ticken der Küchenuhr
Hab lange Queen gehört
Jetzt frage ich mich, ob ich sein kann
Ohne die Zeit füllen zu müssen
Ich versuch"s
Lege das Handy weg und beende das Schreiben
Erleben nur für mich
Geht das?

Let's go...

Bohemian Rhapsody - der Film
Noch gefangen vom Zauber Freddy Mercurys
Schon seit Stunden
Eigenartige Stimmung
Wohliges Glück, Melancholie, gebremster Rausch
Und mit nur kleinem Bedauern
Über ungelebtes Leben
Ein Leben als Beobachter und Begleiter
Alkohol, Drogen, Sex, Orgien
Reisen, leben, lieben
Ein Leben mit gezogenener Handbremse
Und das mit nur kleinem Bedauern

Was wird 2019 bringen?
Unbezahlte Berufung Psychiatriearbeit?
Oder mehr Leben?
Mehr Zeit mit Karin
Mehr Zeit mit Freunden
Mehr große Gefühle
Mehr Musik
Neue Erfahrungen, neue Erlebnisse

Let"s go...




Mittwoch, 26. Dezember 2018

Mir Freund sein - für den Leser?

Leichter Kater hinter der Stirn
Musik für's Herz aus der Bluetoothbox
Meinen digitalen Begleiter in der Hand
Draußen noch zu früh für die Dämmerung
Jenseits aller Kämpfe
Schreibend den Augenblick fassen wollen
Frieden, leise Freude in der Brust, im Jetzt
Erst nach Tagen angekommen im zweckfreien Sein
Mit mir alleine Freund in der freien Zeit sein
Welch seltener Genuss

Und da bist du
Mein Leser
Dem ich offenbare
Der du fiktives Gegenüber bist
Gewünscht, aber nicht notwendig
Nur ein Teil meiner Motivation
Dieser Drang mich zeigen wollen ist eins
Mir mit Worten begegnen ist das Andere
Danke dir, falls du existierst

Vorbei, bald vergessen, gespeichert
Fragen bleiben leider doch
Wozu?

Glück

Um 2 Uhr in der Nacht werden die Gefühle tief und mit etwas Alkohol noch tiefer. Glück und Sehnsucht vereint. Welch göttliches Geschenk. Nicht besitzen wollen, sondern erleben. Nicht trauern über Vergänglichkeit, sondern dankbar sein. Nicht drohen soll der nächste Tag mit Verlust, sondern mit Hoffnung Neubeginn heißen. Schon morgen wird heut nicht mehr sein, drum atme tief und nimm - jetzt.

Trotzalledem

Weihnachten 2018 ist überstanden
Beziehungskrise, Familienfest, Eheglück
All inklusive
Nach 3 Gläsern Whisky bin ich ein glücklicher Mann
Nüchtern nicht so ausdrücklich
Aber eigentlich ebenso

Frage mich, ob ich Leser habe
Besser nicht
Oder doch?

40 € für eine Flasche Whisky
Der Schwabe behielt oberhand
Wie erwartet

Was würde Jesus dazu sagen?
Verständnis garantiert
Kleiner Ausbruch eines sicheren Schafs
Kein großes Ding

Eine große Sehnsucht
Trotzalledem


Freiheit als Illusion

Nur noch 8 Prozent Akku
Ich muss mich kurz fassen

Leicht alkoholisiert durch Whisky
Erwacht Verwegenheit in mir
Lust auf Leben
Lust auf Ausbruch

Nicht frustriert
Aber alltags solide und bedacht

Wunsch nach spüren, leben, lieben
Nicht für die Ewigkeit
Im jetzt hier und heute
Bereuen ist morgen
Endlich aus mir raus
Weg mit den Ketten
Weg mit den Konventionen

Nur noch 5 Prozent

Der kleine Wicht erkennt seine Träume
Und begräbt sie

Zurück zum guten Leben
Zurück zur Sicherheit
Kleiner Ausflug ohne Konsequenzen

Ein nicht wirklich gelebtes Leben
Raus auf die Straße
Ins Auto
EC-Karte im Geldbeutel
Alleine keine Chance

Träumereien auf dem Sofa
Es bleibt wie es ist
Gut so

Freiheit als Illusion

Lebensleistung, -erfolg, -glück

Woran misst sich eine Lebensleistung?
Wirklich an den Spuren der Liebe, die wir hinterlassen?
Je größer der Einfluß, desto größer der Lebenserfolg?
Mögen die kleinen Leute die süßen Trauben nur deshalb nicht, weil sie so hoch hängen?
Ist die Zufriedenheit mit einem bescheidenen Leben nicht nur einfach Selbstbetrug?
Man gewöhnt sich an alles und arrangiert sich?
Wer ist schon gerne unglücklich?

Wenige Menschen bestimmen den Lauf der Welt
Und Treffen die großen Entscheidungen.
Im vorgegebenen Rahmen sucht der Rest sein Glück.
Sei es als Sachbearbeiter in Deutschland
Slumbewohner in Indien
Oder mit Hunger in Afrika

Glück ist nicht objektivierbar
Lebensleistung und Lebenserfolg ebenso wenig
Die Kategorien der Bewertung sind vielfältig
Manche massentauglich, manche nicht
Aber für das Individuum eben nicht allgemeingültig

Geld, Reisen, Macht, Einfluss, Freunde, Liebe, Demut, Bescheidenheit, Frieden, Gerechtigkeit, Arbeit, Wohlstand, etc.

Jede/r geprägt durch Erziehung, Lebenssituation, Beziehungen und Gesellschaft

Alle auf der Suche nach Liebe?









Freitag, 30. November 2018

Verurteilt nicht

»Urteilt nicht über andere, dann wird Gott euch auch nicht verurteilen! Richtet keinen Menschen, dann werdet auch ihr nicht gerichtet werden! Wenn ihr vergebt, dann wird auch euch vergeben.
Lukas 6:37 HFA

Das ist ein zentraler Spruch für mich, den mir Gott heute geschenkt hat.

Wie oft schon habe ich schlecht über jemanden geredet. Wie oft schon habe ich über einen anderen Memschen negativ geurteilt. Was wissen wir schon von den Anderen? Was sie bewegt? Was sie zu dem macht, was sie sind? Wie sind sie wirklich? Was sind wir wirklich?

Wir sind nicht so gut, wie wir es gerne wären. Wer sagt einem schon, du bist fies und schlecht. Willst du, dass sie so über dich reden, wie du über sie redest? Die Anderen denken sich ihren Teil, wenn du redest. Sie sagen nichts. Sie reden erst über dich, wenn du nicht dabei bist.

Du wirst jetzt vielleicht denken, das ist menschlich. Das tut doch jeder einmal. Aber macht es das besser?

Dieses dunkle Ungeheuer in uns, muss besänftigt werden. Ein Leben lang soll es gelehrt bekommen, was Liebe heißt.

Der erste und wichtigste Schritt ist, aufmerksam zu werden, wenn du andere richtest. Es zuersteinmal zu bemerken. Dir selbst gut zuzuhören. Du bist wertvoll und geliebt von Gott, musst du dich unbedingt so wichtig machen? Zuerst scheint dein Leben langweiliger zu werden. Es ist so unterhaltsam, schlecht über andere zu reden.

Versuch es. Vergiss es nicht gleich wieder. Es ist so wichtig, um in einem echten Frieden zu leben.

Auch so können die Dämonen über dich herrschen. Dich von Gott entfernen.

Sonntag, 4. November 2018

Glaube und Selbstzufriedenheit

Ich bin gläubig. Vermutlich ein Christ. Trotz Bibelunkenntnis. Aber was ist das für ein Glaube? Der nicht so wirkt, wie ich es mir wünsche. Gott und Jesus sind Ansprechpartner, aber sie sind auch oft Nebensache. Ich spüre keine erhabenen Glaubensgefühle. Ich bin nicht demütig und sanft. Vielleicht bin ich nicht liebesfähig und spiele meine Zugwandtheit und Mitgefühl nur vor. Es ist mir wichtig, die Menschen zu lieben und ich bemühe mich auch. Aber ich bin auch wie ich bin. Schon lernfähig, aber inwieweit wandlungsfähig - mit 57 Jahren?

Vielleicht auch einfach sein lassen, wie so vieles. Nicht nach den Sternen greifen und meinen Glauben als meins anerkennen. Vielleicht führt mich Gott mehr als ich denke und ich bin durch meine Art des Lebens Jesus näher als es scheint. Vielleicht werde ich geschützt vor den Gefahren eines zu intensiven Glaubens, der mich wieder um den Verstand bringen könnte.

Ich könnte alles auch positiv sehen. Ich sollte mir diesen negativen Blick auf mich und mein Leben abgewöhnen, dann würde ich leichter Leben. Aber wäre dann noch Raum für Entwicklung?

Ist es nicht Unzufriedenheit und Leiden, was uns veranlasst nach besseren Lösungen zu suchen?

Lieber Leser,
wenn du jetzt meinst, du könntest mir von einer höheren Warte aus Ratschläge geben, dann sage ich dir, überprüfe deine Sicherheit, reflektiere deine Zufriedenheit und habe einen Blick auf deine Tiefen. Nur so kannst du deine Komfortzone verlassen und Wege gehen, die dich weiter bringen.

Selbstmitgefühl und Selbstakzeptanz sollten nicht zu lähmender Selbstzufriedenheit führen.

Ablenkung und Mangelgefühle

Mein Smartphone beherrscht mich. Kaum eine halbe Stunde, die ich es zu Hause weglegen kann. Meine Ehe leidet darunter und meine Arbeit auch. Ich komme nicht dazu mir neues Wissen anzueignen, weil ich ständig am eMailschreiben bin. Oder ich tausche mich mit WhatsApp und Facebook aus. Und wenn dort nichts los ist, starte ich die Twitterapp. Oder pflege mein Todo-Liste oder gebe meine Spesen ein. Irgendwas findet sich immer. Jetzt schreibe ich mit dem Handy mal wieder in meinem Blog.

Und es gäbe doch noch so viel zu tun in meinem Leben.

Die Zeit mit Karin nutzen. Aus Langeweile Ruhe machen. Raus gehen. Mich bewegen. Ordnung machen. Putzen. Im Haushalt nach dem rechten sehen. Gute Bücher lesen. Mit Freunden telefonieren. Und so weiter...

Und was mache ich abends? Filme bei Amazon schauen. Wieder Unterhaltung. Wieder konsumieren.

Und wo bleibt Gott? Wo bleibt Jesus? Endlich einen Glauben finden, wie ich ihn gerne hätte. Der mich erfüllt. Der mich begleitet. Der mir meine innere Mitte bringt. Der mich demütig und ausgeglichen macht. Wann werde ich bereit dazu sein?

Ich will nicht zu sehr klagen. Mein Leben ist gut. Es läuft gerade alles prima. Habe ganz selten depressive Momente.

Und trotzdem....

Sein - Momentaufnahme Sonntagmorgen

Kaum geschlafen Schwarzes Fenster und Stille Ich gehe leicht benommen in die Küche Auch hier die Stille eines Sonntagmorgen Das Blubbern...