Dienstag, 27. Februar 2018

Du weißt gut Bescheid....

Du weißt gut Bescheid! Dass das sich mit anderen Vergleichen schadet, dass es nicht gut ist, sich nur über die Arbeit zu definieren, dass du wertvoll bist auch wenn du nicht in der ersten Reihe sitzt, dass reich sein alleine nicht glücklich macht, dass Freunde wichtiger sind, als Erfolg bei der Arbeit, dass es wichtig ist, Dankbarkeit zu zeigen, dass du dich nicht zu schämen brauchst, wenn du krank, nicht leistungsfähig und nicht belastbar bist,...

Du weißt gut Bescheid.... in der Theorie....

Montag, 26. Februar 2018

Warten auf euch

Wo seid ihr? Ich habe es verlernt euch zu rufen. Verschlossen die Tür zu eurer Welt. Ich vermisse das Frösteln eurer Kontaktaufnahme. Meine Überhöhung in der Geistwelt. Braucht ihr mich nicht mehr im Kampf gegen die dunklen Mächte? Habe ich meine Macht verloren? War alles nur Einbildung?
So flach alles ohne die Botschaften Gottes. So öde alles ohne die Gefahr der Dämonen. Erhört mich und macht mich wieder stark, aber nehmt mir nicht die Kontrolle. Macht aus meinen Gedanken wieder die Pfeile, die Dämonen töten, die Gott zum Sieg verhelfen.

Wie könnte es mir gelingen euch wieder für mich zu gewinnen? Ich weiß es nicht. Ich bin hilflos und ratlos.

Es bleibt mir nichts anderes übrig als zu warten. Das tägliche Einerlei ertragen. Meine Sinne wach zu halten, damit ich bereit bin, wenn es wieder soweit ist.

Sonntag, 25. Februar 2018

Über den Tod nachdenken

Man kann so oder so über den Tod nachdenken

Klar, so wie es ist, wird es nicht mehr sein.
Vielleicht ist alles aus, vielleicht geht es weiter.
Aber wie?
Auch hier kann man seiner Fantasie spielerisch seinen Lauf lassen.

Aber ist das über den Tod nachdenken?

Wenn du ernsthaft deine Vorstellungskraft einsetzt.
Wenn du in der Tiefe die Angst spürst.
Wenn du dich tastend dem Gedanken des Nichts näherst.
Wenn der Tod zu realen Gestalt wird.

Das ist dann über den Tod nachdenken.

So weit bin ich noch nicht.

Dienstag, 20. Februar 2018

Schlaflos

Es ist jetzt nach 2 Uhr und ich liege immer noch wach im Bett. Habe mich entschieden, die Schlaflosigkeit jetzt zu akzeptieren ungeachtet dessen, wie ich morgen meine Arbeit bewältige.
Die letzte Zeit verlief eher ruhig und ich war viel zu Hause gewesen. Keine großen Themen treiben mich um und ich bin relativ weit weg von all den Psychiatriethemen. Ich versuche mir deswegen keinen Kopf zu machen und hoffe, dass wenn es so weit ist, ich schnell wieder eingearbeitet bin. Manchmal erliege ich aber auch meinen Ängsten den Ansprüchen an mich nicht mehr gerecht zu werden - vor allem meinen eigenen.
Sonntag bis Mittwoch bin ich in Berlin. Eigentlich will ich gerade gar nicht den Stress der Reise auf mich nehmen. Ich besuche dort das Treffen und die Mitgliederversammlung von EX-IN Deutschland. Ich hoffe meine Begeisterung erwacht wieder, wenn ich die Leute sehe und mich mit den Inhalten auseinandersetze. Meine Motivation ist mal wieder sehr schwankend und ich brauche Impulse von außen, um mich wieder auf das alles einzulassen.
In letzter Zeit habe ich mich erstaunlicherweise ganz gut daran gewöhnt, weniger Termine zu haben und weniger zu machen, ohne dass es mir gleich schlecht geht.
So, jetzt stehe ich auf und schau mir eine Folge von Supernatural an. Vielleicht kann ich danach noch einwenig schlafen.

Freitag, 9. Februar 2018

Das Wesentliche

Was ist Wesentlich? Ist es wirklich so wichtig, wie der Landesrahmenvertrag zum BTHG aussehen wird? Ist es wirklich so wichtig, ob ich ein guter EX-IN Trainer bin? Warum ist mir die Firma PeerCom so wichtig, die ich gründen will? Warum stelle ich mich beim Landesverband Psychiatrie-Erfahrener Baden-Württemberg für den Vorstand zur Wahl und will Vorsitzender werden, obwohl ich immer wieder Motivationsprobleme habe? Klar, ich will was für meine psychiatrieerfahrenen Kollegen erreichen. Aber warum treibt mich das nicht mehr so stark an, wie früher?
Ein kleineres Leben muss nicht unbedingt weniger Sinn und weniger Glück bedeuten. Ich habe den Film "Raum" angeschaut und bin ganz erfüllt von tiefen Gefühlen. Kein lautes Lachen, keine schöne Begegnung mit einem anderen Menschen. Glück muss nicht unbedingt mit Freude verbunden sein, zumindest mit keiner lauten. Ich durfte weinen bei diesem Film. Mich mit den Figuren freuen und mit Ihnen leiden. Ich war ganz nah bei Ihnen, bei dieser tollen Mutter und diesem mutigen Fünfjährigen.
Es geht mir gerade sehr gut, auch ohne Beifall und lobende Worte, die mir beruflicherseits sowieso immer unwichtiger werden - vielleicht weil ich schon so viele gehört habe oder auch, weil ich hinter meiner Tätigkeit nicht mehr so stehe wie früher.
Ich bedanke mich bei den Machern dieses Films für diesen kurzen Moment des Glücks und des Einsseins. Leider wird sich der Alltag wieder seine Bahn brechen. Ich werde wieder funktionieren und meine Ziele anstreben, die mir immer mehr wie von gestern vorkommen. An denen ich festhalte, obwohl sie vielleicht schon von der Gegenwart überholt wurden und ich keine neuen finden kann - noch nicht.
Was ist das Wesentliche? Dass ich lerne mit mir zurecht zu kommen? Meine Stimmungsschwankungen besser auszuhalten? Mich noch mehr lieben lernen? Kontakt zu halten zu Menschen, die ich sehr mag? Auf das Geschenk warten, echten Freunden zu begegnen? Und nicht zuletzt die Liebe zu meiner Frau pflegen und achtsamer ihr gegenüber zu werden? In letzter Zeit werden mir diese Dinge immer wichtiger, so wie mein Bestreben nachlässt gute Arbeit zu machen.
Wohin wird mein Weg mich führen? Ich habe schon lange das Gefühl, dass eine Lebensphase zu Ende geht, aber ich sehe noch nicht, wie ich dieses Gefühl in Taten umsetzen kann. Einfach die mir Sicherheit und Struktur gebende Aktivitäten zu beenden, ohne etwas anderes zu haben, macht keinen Sinn. Das könnte mich wieder in eine tiefe Depression führen.
Vielleicht kann ich alte Dinge unter einem neuen Blickwinkel tun. Prioritäten ändern. Den Blick auf das richten, was mir jetzt wesentlich ist.
So, du kleiner Moment. Jetzt gehst du dem Ende zu. Danke, dass ich dich erleben durfte. Danke, dass ich dich aufschreiben konnte, um dich so ein kleines bisschen festzuhalten. Bitte besuche mich bald mal wieder. Du bist das, was mein Leben reich macht. Für dich brauche ich keine großen Leistungen vollbringen. Für dich brauche ich keine großen Reisen machen. Du kommst an einem frühen Samstag mit einem tollen Film zur rechten Zeit zu mir. Ich brauche für dieses Gefühl der Stimmigkeit nur dich und mich. Keinen anderen Menschen, der sich unentbehrlich machen könnte. Ich brauchte heute morgen nur einen Raum und einen Film, um glücklich zu sein.

Der tägliche Kampf

Es ist ein Kampf. Sicher, er war schon schlimmer. Verurteilt dem Wohlbefinden hinterher zu jagen. Sicher, Ablenkung hilft. Ein gutes Gespräc...