Freitag, 29. November 2019

Die Zeit ist reif

Ich zweifle immer wieder an meiner Arbeit. Einerseits macht sie mir teilweise Spaß und ich brauche sie. Aber sie erfüllt mich nicht mehr wirklich. Ich brenne für die Dinge nicht mehr so sehr wie früher. Und ich merke, dass ich nicht mehr so leistungsfähig bin. Die Ansprüche, die ich an mich habe, kann ich immer weniger erfüllen. 

Ich will ja nicht mit allem aufhören, aber es ist an der Zeit, dass ich meine Haltung zur Arbeit, zum Leben und zu mir selbst ändere. Ich will neue Prioritäten für mich setzen und neue Beschäftigungen entdecken. 

Mich nervt meine Bequemlichkeit, aber ich schaffe es bisher nicht sie zu überwinden. Ich spüre eine latente Unzufriedenheit und Bedrücktheit, auch wenn von außen gesehen alles gut scheint. Irgendwie ist aus einem förderlichen Stress ein schädlicher Stress geworden.

Ich möchte aus mir selbst heraus leben und nicht mehr dem Erfolg und der Anerkennung nachrennen. Ich spüre auch nicht mehr die Sinnhaftigkeit meiner Tätigkeit. Ich habe immer weniger das Gefühl, dass ich anderen mit dem helfe, was ich tue bzw. das Helfen hat für mich wohl an Bedeutung verloren. Ich möchte mich mehr um mich selbst kümmern. Mehr zu mir selbst finden. Diesen inneren Kampf reduzieren und nicht mit Aktivität zudecken.

Die Frage ist, werde ich die Kraft, den Mut und die Persönlichkeit haben, mich zu ändern und meinen Plan umsetzen oder den so leichten Weg wählen und einfach weitermachen wie bisher?

Montag, 11. November 2019

Dialog mit Dorothea Buck

Rainer Höflacher: Hallo Dorothea schön, dass du mit mir redest. Danke!
Dorothea Buck: Ja
RH: Ich weiß, dass du keine so gute Meinung von mir hattest. Aber jetzt siehst du ja, dass ich es ernst meine und gegen meine Schatten kämpfe. 
DB: Ja, stimmt. Du warst jemand, der meiner Vision einer gewaltfreien und humanen Psychiatrie entgegenstand. Ich lerne dich ja erst jetzt wirklich kennen. Aber ich lerne auch jetzt deine Schatten kennen und du hast deine eigene Gewalt tief in dir vergraben, sodass sie nach außen kaum noch spürbar ist. Aber sie wäre enorm, wenn sie ungebremst frei würde. Du trägst über deinen Vater das Erbe der Nationalsozialisten in dir. Sei froh, dass deine Mutter dir Gott nahe gebracht hat. Das hat deine Seele gerettet. Du weißt: "Was hülfe es dem Menschen, so er die ganze Welt gewönne, und nehme doch Schaden an seiner Seele" oder "Nur meine Seele retten, das ist es was ich such. Wenn Sünder Welten hätten, was nützte es im Fluch".
RH: Ja, diese 2 Sprüche hingen bei meiner Oma in Herrentierbach im Wohnzimmer und ich war schon als Kind fasziniert davon. Diese Spruchtafel habe ich mir als Erbe von meiner Mutter ausgesucht. 
RH: Wie geht es dir eigentlich jetzt? 
DB: Ach, Rainer, mir geht es gut. Ich bin in so vielen Köpfen und Herzen. Führe so viele schöne Gespräche, dass ich kaum Ruhe finde. Aber das wird ja noch kommen. Mit den kommenden Generationen wird es weniger werden. Und das ist gut so. Aber ich bin auch in den Herzen solcher Menschen wie du, die noch um ihre Humanität kämpfen und noch Wege finden müssen zu ihrer Liebesfähigkeit zu kommen. Es ist schön, dass ich denen jetzt vielleicht besser helfen kann, als zu Lebzeiten.
RH: Ja mit deinem Tod habe ich mich entschieden deine Vision an eine gewaltfreie Psychiatrie zu übernehmen, allerdings nur halbherzig: "Versuche das Unmögliche, um das Mögliche zu erreichen". Tut mir leid, mehr schaffe ich im Moment nicht.
DB: Immerhin. 
RH: Ja, die Frage nach der Möglichkeit einer gewaltfreien Psychiatrie hinterlässt du mir als schweres Erbe. Mal sehen, ob irgendwann diese Frage wieder mehr in den Mittelpunkt meines Denkens kommt. Derzeit bestimmen mich andere Themen. 
DB: Nun lass uns unseren Dialog für heute beenden. Ich bin immee für dich da, wenn du mich rufst. Ich gehöre zu deinen zuverlässigen Stimmen, wie Klaus Laupichler und Gott und viele anderen. Du musst dich allerdings daran gewöhnen, das Jesus in dieser Hinsicht für dich nicht sicher ist. Er antwortete dir nur, wenn er es für richtig hält. Aber er freut sich trotzdem, dass euer Verhältnis viel besser geworden ist, als in früheren Jahren. Bis bald, Rainer. 
RH: Bis bald, Dorothea. Und danke für den Dialog.. 
DB: Bitte. Dank dir auch. Und pass auf dich auf. Du hast Glück, dass du ein Gotteskind bist, sonst wäre es schlecht um dich bestellt. Aber so bist du auf einem guten Weg, auch wenn mir dieser in der Vergangenheit nicht so gut gefallen hat. 
RH: Schön, dass du jetzt besser in mein Herz schauen kannst. Übernimm dich nicht und gönne dir die Ruhe und den Frieden, den du verdient hast. Bis zum nächsten Mal. 

Freitag, 8. November 2019

Realität

Die Realität könnte so schön sein, hat man mir erzählt. 

Vielleicht lerne ich sie ja mal kennen.

:-) 

4-Phasentheorie 2020

1. Aufbruch : Corona brachte mich zum fast schon euphorischen persönlichen Aufbruch.  2. Umsetzung : Die Umsetzung neuer Ideen gelang, konnt...