Donnerstag, 26. Dezember 2019

Weihnachtsbilanz 2019

Wie war es nun für mich, das Weihnachten 2019?

Nicht schlecht, sage ich. Auf einer Skala von - 5 bis +5 ein +3. Das ist doch was, oder? 

Mein Wunsch ernsthaft besinnlich zu werden, zurückzublicken, Gott näher zu kommen und über die Welt tiefer nachzudenken, hat sich nicht erfüllt. Ich war dauerhaft praktisch unterwegs und auf das bezogen, was der Tag so brachte.

Erstaunlich war, dass ich depressiven Tiefs entgangen bin, außer einem kleinen Hänger am Nachmittag des 24., als ich mit Steffi beim Konzert mit Ferdinand war, der mit seiner Rockband im Palio spielte. Mir unerklärlich dieser Einbruch, wo ich mich doch sehr auf diesen Event gefreut hatte. 

Die Zeit verging ansonsten wie im Flug. Ohne viel bewusst etwas zu machen, waren die Tage schnell vergangen. Obwohl ich wenig Konkretes mit Karin gemacht habe, waren wir die meiste Zeit sehr gut zusammen, wenn man von dem kleinen Zwist gestern Abend absieht, der schon heute morgen beiderseitig verziehen war.

Freude hat es mir gemacht die Übersicht meiner bisher erstellten Websites zu optimieren, alle Websites mit einer Datenschutzerklärung zu versehen und sie wieder öffentlich zugänglich zu machen. Ich hatte sie vor einiger Zeit alle vom Netz genommen. Ich arbeite ja nur mit Google Sites, aber dafür sind die Websites gar nicht soooo schlecht. Mehr ist aus Google Sites eben nicht rauszuholen und ich habe nicht den Nerv und die Zeit, mich in ein anderes System einzuarbeiten. Wen's interessiert, der oder die schaue gerne mal auf websites.hoeflacher.info.

Übrigens habe ich seit langem bei Netflix wieder eine Serie gefunden, die ich wirklich gut finde. Sie heißt OA. OA ist der selbstgewählte Name der Protagonistin. Mal sehen, ob es so spannend, mystisch und geheimnisvoll bleibt, wie bisher. Diese Serie hat mir Weihnachten auch versüßt. Spannend war auch der uralte Film "Die Höllenfahrt der Poseidon", den ich mit Karin zusammen angeschaut habe. 

Wie gesagt, ein Weihnachten ohne große Feierlichkeit, aber irgendwie trotzdem ein Jahreshighlight, was Weihnachten eben für mich ist - auch wieder dieses Jahr übrigens. 

Und nicht zuletzt war Weihnachten ein Erfolg, weil ich mich fast immer mit Karin sehr wohl gefühlt habe, obwohl wir nahezu ständig zusammen waren. Manchmal hatte ich richtig gute Laune dabei. Wir haben nichts besonderes gemacht und trotzdem war es schön gewesen. Dieses Jahr sind mir meine Geschenke auch gut gelungen, was natürlich auch zu einer beidseitig gehobenen Stimmung beitrug.

Morgen beginnt zwar wieder ein normaler Wochentag, aber für uns wird es spannend, weil wir für zwei Nächte zu Rainer
Schaff an den Bodensee fahren. Das ist etwas sehr Besonderes für uns. 

HALT! STOPP! ACHTUNG! 

Vielleicht war Weihnachten mindestens -3, obwohl ich mich subjektiv gesehen nicht schlecht gefühlt habe. Wo ist meine Spiritualität hin? Meine Verbindung zur Geistwelt? Meine Dialoge mit Gott, mit Jesus? 

Ist es nicht von einer höheren Warte aus gesehen sehr traurig, so ein Weihnachten zu erleben? Zwar ohne seelisches Leid, aber auch ohne transzendende Berührung. Wohin verschwindet nach und nach meine Überweltlichkeit? Ist das der Preis für psychische Gesundheit? Was ist das schon, psychisch gesund? Ohne seelische Schmerzen zu sein?! Im Alltag zu funktionieren?! Ein geordnetes Leben zu führen?! Zu arbeiten?! Ist es das, was ich wirklich suche, was ich wirklich will? 

Was ist die Alternative? Wieder psychotisch zu werden? Karin zu verlieren? Wieder in einer Messie-Wohnung zu leben ohne eine Mutter, die nach dem Rechten schaut? Einsam werden oder gar ausgestoßen? 

Gibt es einen Mittelweg? 

Ohne einen Preis zu zahlen, ist das Jenseitige nicht zu bekommen. Es ist mit viel Leid verbunden, mit Zweifel, mit psychischen Schmerzen in die Welt der Engel und Dämonen zu gelangen. Das Dortsein kann fürchterlich werden, sogar grauenvoll. Aber zugleich wird das Bewusstsein weit und es ist ja nicht das Ziel unterzugehen und im Wahn zu verschwinden. 

Bin ich soweit, es zu kontrollieren? Kontrolliert auf die Reise an die Grenze zu gehen? Hinüber zu schauen, einen Schritt hinein zu tun und wieder zurück zu finden? 

Ich will dieses glatte Leben nicht. Ziel ist es, sich zu entwickeln und nicht glücklich zu sein. Entwicklung ist zugleich Schmerz und Glück. 

Ist das meine Erkenntnis von Weihnachten 2019? Mehr wagen abseits zu wandeln oder geht es mir einfach zu gut, dass ich die Ruhe und Sicherheit nicht mehr würdigen kann?

Und wenn das Transzendende mein Weg ist für die nächste Zeit, was ist dann konkret zu tun? Wie komme ich da hin wohin es mich zieht? 

Was meinst du, lieber Leser? 




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